von 00happy am Di 31. Aug 2010, 23:54
Auch an dieser Stelle ein Danke für eure lieben Worte, das ist schon ein Trost, wenn man sie liest.
Auch wenn ich mich wiederhole, es war ein richtiger Schock, weil so unerwartet plötzlich.. auch wenn Happy schon alt war mit ihren 13 Jahren und es mir klar war, dass sie nicht mehr jaaahrelang bei mir sein wird, mit dieser Plötzlichkeit hatte ich einfach nicht gerechnet. Aber wer tut das auch schon...
Ich muss mir das selbst heute immer wieder klar machen, dass Happy nicht mehr da ist. Das sind wie schon erwartet, diese Kleinigkeiten, die man auch automatisch macht: beim Füttern auch den Hundenapf greifen und füllen wollen, der Gedanke daran, dass der Hund noch mal raus und Gassi gehen muss und so weiter.. Selbst wenn der Kopf es schon erkannt hat, der Bauch hat es noch nicht begriffen und es bleibt das Gefühl "Ich muss gleich nochmal mit der Happy raus". Auch der Blick nach rechts, wo ihre Matte lag (ja, ich habe sie tatsächlich weggeräumt), der tätschelnde Griff nebenbei Richtung Hundekopf, das eben-in-die-Küche-gehen-zum-Hundekeks-holen.. bei all dem hab ich mich heute schon ertappt. Das wird auch wohl ein Weilchen dauern, bis das abebbt.
Die Happy ist gut daheim angekommen und während nicht nur mein Vater seine Termine abgesagt hat, um die Happy zu holen, hat auch meine Mutter ihre Termine abgesagt, um einen entsprechend würdigen Platz für die Happy im Garten auszumachen und vorzubereiten (auch wenn ich an dieser Stelle eigentlich schimpfen muss, denn das Schaufeln hätte sie ihrem Rücken zuliebe besser sein lassen sollen..). Nun hat die Happy ihren Platz neben dem ältesten Apfelbaum in unserem Garten gefunden... danke.
Nunja, dass sie der beste Hund der Welt (für mich) war, muss ich, glaub ich, nicht betonen, deswegen hab ich das hier auch noch nicht erwähnt.. wir waren ein sehr gutes und aufeinander eingespieltes Team.. wenn dann die eine Teamhälfte auf einmal wegfällt, fühlt man sich irgendwie nicht.. vollständig, ach, ihr wisst bestimmt, was ich meine.
Das Bild da oben ist übrigens meine erste Trauerarbeit gewesen, ich hab es aus zwei Fotos montiert, direkt in der Stunde nach Happys Tod, weil ich das Bedürfnis hatte [i]irgendwas[I] zu tun und mich dennoch mit ihr zu beschäftigen. Es hat mir dabei geholfen meine Gedanken, meine Konzentration zu lenken und auch meine Emotionen und Verbundenheit gegenüber Happy da "hinein zu kanalisieren". Schwierig auszudrücken.. ich glaub, ich musste mich auf irgendwas konzentrieren, um in dieser Schocksituation nicht völlig auseinander zu fallen. So eine Art Halt hat mir die Bearbeitung und die Konzentration darauf gegeben.. die richtigen Fotos raussuchen, das Zusammenfügen usw.
So, hier ist mittlerweile wieder Ruhe bei den Katzen eingekehrt und ich werd mich dem jetzt anschießen.. hoffe, dass mein Imo-Eumel gleich auch wieder mein Stofftier zum Kuscheln und in den Arm nehmen spielen wird und ich ein wenig tiefen und erholsamen Schlaf finden werde. Ich wünsch euch eine gute Nacht und danke nochmal für eure Worte...
liebe, wenn auch immer noch sehr traurige Grüße
Jill