Danke, Nicky, tut mir auch leid, dass du das nun als Erstes zu lesen bekommen hast.. hätte auch gerne das nicht schreiben müssen

Ein kleiner Trost ist, dass du dich noch in aller Ruhe und Stille von Happy verabschieden konntest und da warst,
Ja, das stimmt, das hat auch im Nachhinein geholfen. In dem Moment hab ich es gar nicht glauben wollen, weil es einfach unvorstellbar war, dass es "einfach so" passiert und es nicht wirklich Anzeichen dafür gegeben hat, dass es überhaupt passieren könnte. Als ich versucht hab zu schlafen (was nicht wirklich geklappt hat), bin ich zwischendurch hoch geschreckt, weil ich dachte, ich hätte Happy atmen oder schnaufen hören, was aber gar nicht der Fall sein konnte. Ich hab es letztendlich auch erst glauben können, als ich auf Herzschlag, Atmung gehorcht hatte und den Lidschlussreflex geprüft hab..
Wäre sie lang krank gewesen und hätte eine Krankheit gehabt, die tödlich verläuft.. oder wäre sie vom Auto überfahren worden.. dann hätte ich es vielleicht eher begreifen können, aber aus dieser Situation heraus, hab ich damit gar nicht gerechnet, das war einfach unvorstellbar für mich, das hätte gar nicht passieren dürfen.
Für mich ist es jetzt so, dass ich nicht "nur" meinen Hund verloren hab, sondern auch meine beste Freundin, denn das war sie, weil sie herzensgut und absolut verlässlich war. Da spielte sich schon längst keine Hund-Halter-Kommunikation mehr zwischen uns ab, sondern eher stille einvernehmliche Verständigung auf absoluter Vertrauensbasis (schwer zu beschreiben)... also.. ein eingespieltes Team, das nicht mehr viel Worte zur Kommunikation benötigt.
Ich hab mal resümiert, wie ich mich ihr gegenüber in den letzten Monate verhalten habe und ich bin frooooooooh, dass ich sie getröstet hab statt vor mich hinzumuffeln, wenn sie morgens bedröppelt ankam, weil sie über Nacht inkontinent war und sich eingepieselt hatte.
Ich hoffe inständig, dass ich - wenn ein neuer Hund einziehen sollte - irgendwann auch mit ihm auf so eine Basis wie mit der Happy kommen kann. Das kann ich mir eigentlich kaum vorstellen. Ist schon manchmal komisch, wie schnell solche Sachen so selbstverständlich im Alltag werden...
Liebe Grüße
Jill