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FCI-Gruppe 2: Pinscher, Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde u.a. Rassen


Eine einheitliche Beschreibung der FCI-Gruppe 2 scheint unmöglich. Zu mannigfaltig sind die Rassen, welche sich in dieser Gruppe vereinen. Die Unterteilung in 4 Sektionen ist daher mehr als berechtigt.

Sektion 1 - Pinscher und Schnauzer

Zwischen Schnauzern und Pinschern wird namentlich erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts unterschieden. Bis zu diesem Zeitpunkt hat man nur den Rassenamen Pinscher gekannt, entweder glatthaarige oder rauhaarige. Sie haben sich als aufmerksame Wachhunde geeignet und wurden in Ställen gehalten und als Begleiter mit auf die Fahrt genommen. Auch heute noch sind diese Hunde treue Weggefährten, sehr pferdeliebend, aber zum Leidwesen der Nachbarschaft schnell bellende Aufpasser! Eine gute und konsequente Erziehung ist bei diesen Hunden daher von Nöten.

Sektion 2 - Molosser

Die molossoiden Hunde werden von der FCI nochmals in doggenartige Hunde und in Berhunde separiert. Die Vorfahren der doggenartigen Hunde waren oftmals die Rassen der alten KAmpf- und Kriegshunde. Daher sind die Hunde durchweg groß und kräftig, mit großen und imposanten Köpfen und stark ausgeprägten Kiefern. Entgegen der ersten Vermutung sind sie beste Familienhunde, die richtige Haltung vorausgesetzt. Aufgrund ihrer kritischen Haltung Fremden gegenüber gehören diese Hunde nur in die Hände erfahrener Hundehalter. Eine gute und konsequente Erziehung und Sozialisation ist hier wichtiger denn je.
Unter den Berhunden finden wir recht unterschiedliche Typen an Hunden. Der typische Hofhund ist beispielsweise der deutsche Hovawart. Wohlstand des Besitzers repräsentieren soll der auch aus Deutschland stammende Leonberger. Viele der Berghunde eignen sich zudem zum Herdenschutzhund der Hirten.

Sektion 3 - Schweizer Sennenhunde

Die Schweizer Sennenhunde werden in weitere vier Rassen aufgeteilt. Davon sind der Appenzeller und der Entlebucher sehr gute Treibhunde. Die beiden Großen Exemplare, der Berner und der Große Schweizer, sind klassische Hof- und Haushunde, die auch häufig dadurch Verwendung fanden, in dem sie vor den Karren gespannt wurden. Die Schweizer Sennenhunde sind neben dem Bernhardiner die bekanntesten Hunde mit schweizer Herkunft. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie angenehme Familienhund sind, benötigen aber eine verantwortungsbewusste Erziehung.

Sektion 4 - Andere Rassen

Ein noch sehr junges und neues Mitglied der FCI-Gruppe 2 ist der Große Japanische Hund. Er ist die amerikanische Version des japanischen Akita. Nach dem 2. Weltkrieg brachten viele amerikanische Soldaten Hunde, darunter viele Akitas, mit nach Hause. Die mitgebrachten Hunde wurden nach eigenem Gutdünken ohne Absprache mit japanischen Züchtern unter Heranziehen von Rassestandards weiter gezüchtet. Da die amerikanische Variante so immer mehr vom japanischen Vorbild abdriftete, erfolgte schließlich 1998 die Anerkennung als eigenständige Rasse.


 

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