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Clostridium perfringens bei Katzen
Clostridien sind Sporen bildende Bakterien und sind seit langem als Lebensmittelvergifter bekannt, weitere bekannte Clostridien verursachen Tetanus (Clostridium tetani) und Botulismus (Clostridium botulinum). Clostridium perfringens zählt neben anderen zu den Gasbranderregern, sie verursachen eine schnell entstehende, toxische und gefährliche Infektion. Das Bakterium kann im Boden, im Wasser, in Lebensmitteln und im Staub vorkommen. Sie kommen aber auch im Darm von Menschen und Tieren vor, gehören im richtigen Gleichgewicht zu den normalen Darmbewohnern.
Diese Bakterien verursachen durch den Verzehr von besiedelten Nahrungsmitteln Lebensmittelvergiftungen. Sie können zum Beispiel in warm gehaltenen Fleisch und Meeresfrüchten vorkommen. Die Beschwerden – Durchfall und Erbrechen sind möglich - treten in der Regel 7 bis 15 Stunden nach dem Essen auf und verschwinden oftmals nach 24 Stunden wieder.
Antibiotikabehandlungen oder Ernährungsstörungen können das normale Gleichgewicht der Darmflora stören und zum Überwuchern durch Clostridium perfringens führen. In der Regel treten die Symptome 5 – 10 Tage nach der Antibiotikagabe auf, es kann zu Durchfall und Erbrechen kommen. Typisch für diese Infektion ist ein häufigeres Kotabsetzen in kleineren Mengen der etwas schleimig ist und Blutbeimengungen haben kann. Diese akuten Symptome lassen in der Regel innerhalb von 5 bis 7 Tagen nach. Bei einer chronischen Verlaufsform kann es über Jahre hinweg immer wieder zu dickdarmtypischen Durchfällen kommen.
Wundinfektionen - entstanden zum Beispiel durch eine Bissverletzung -, die durch das Clostridium perfringens verursacht werden, haben eine Inkubationszeit von zwei Tagen. Sie gelten als die schwerste Form von Wundinfektionen.
Diagnostik
Bei Durchfallerkrankungen hat ein genereller Nachweis von Clostridium perfringens im Kot hat keine Aussagekraft hinsichtlich einer Erkrankung, da das Bakterium zur normalen Darmflora gehört. Im Falle einer Infektion setzen die Bakterien ein bestimmtes Toxin (Gift) frei, welches in einem speziellen Test nachgewiesen werden kann.
Bei Wundinfektionen sieht man im Röntgenbild eine bestimmte Struktur, die neben anderen Untersuchungsergebnissen zur Diagnose führt. Mittels eines Wundabstriches können die Bakterien zweifelsfrei nachgewiesen werden, es hängt jedoch von der Schwere der Sepsis ab, ob man Zeit hat auf dieses Ergebnis zu warten.
Therapie
Die klassische Therapie bei Durchfall verursacht von Clostridium perfringens ist die Gabe von Antibiotika, wie zum Beispiel Amoxicillin, Clindamycin oder Metrodinazol bei gleichzeitiger ballaststoffreicher Diät mit hochverdaulichen Proteinen (Eiweiß). Danach sollte in jedem Fall die Darmflora wieder aufgebaut werden. In der Homöopathie gibt es noch weitere, andere Behandlungswege. Jedwede Behandlung sollte aber immer von einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker durchgeführt werden.
Im Falle einer Wundinfektion mit diesen Bakterien hängt es von der Schwere der Infektion und Sepsis ab, ob Antibiotika ausreichen oder auch chirurgische Maßnahmen ergriffen werden müssen.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne in unserem Forum zur Verfügung:
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© Katja Tuszynski –
www.wortwichtel.de
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Quellen:
Laboklin
Wikipedia I
Wikipedia II
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