Cholin

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Cholin

Quellen und Verwertung

Cholin kommt in allen Futtermitteln vor. Reich an Cholin sind Eiweißfuttermittel tierischer Herkunft, Hefen und einigen Ölsaatextraktionsschroten. Arm an Cholin ist beispielsweise Mais.

Cholin wird aus Sojaschrot 60-70% verwertet. Aus Getreide liegt die Verwertung bei einem geringeren Anteil, aus Rapsextrationsschrot nur ca. 25%.
In der Leber kann Cholin mit Methinion, Serin, Folsäure in Vitamin B12, bei ausreichender Versorgung, gebildet werden. Die Eigensynthese ist speziell bei Jungtieren zur Eigenbedarfsdeckung
nicht ausreichend.

Physiologische Bedeutung
Bildung von Phospholipiden (z.B. Lecithin) und Lipoproteinen, Transport und Stoffwechsel von Fetten, elektische Signalbildung im Nervensystem, Bestandteil in Form von Phospholipiden in den meisten Zelltypen

Mangelerscheinungen

Schlechter Fettstoffwechsel, Leberverfettung, Gestörte Gelenk- und Knochenfunktion, Wachstumsstörungen beim Jungtier.

Zusatzeffekte

Erhöhte Verabreichung von Cholin kann zu gutem Wachstum und zu guter Futterverwertung bei fettreichen Futterrationen beitragen