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Soja

Die Rohstoffquelle Soja

Protein: Sojamehl, Sojaextraktionsschrot
Fett: Sojabohnenöl
Faserstoffe: Sojabohnschalen, Sojaschalkleie
Sojamehl, Sojavollschrot und Sojaextraktionsschrot als Getreideproteinquelle:

Das Protein aus Getreide ist nicht so ausgewogen bzw. verfügbar wie das Protein aus hochwertigen tierischen Quellen, jedoch besser als minderwertige tierische Proteinquellen.
In der Sojabohne sind Stoffwechselhemmstoffe vorhanden, die die Verdaulichkeit und Absorption von anderen Nährstoffen beim Tier beeinträchtigen. Diese Hemmstoffe werden durch Erhitzen während der Nahrungsherstellung zerstört, wobei Phytat auch nach der Herstellung in die Absorption von bestimmten Mineralstoffen eingreifen kann. Deshalb müssen Heimtierfutterhersteller bei der Zusammensetzung der Mineralstoffkomponenten in Soja enthaltenden Futterprodukten die Wirkung von Phytat berücksichtigen. Wie die meisten Hülsenfrüchte enthalten Sojabohnen einige komplexe Kohlenhydratbausteine sowie einfache Zuckerverbindungen, die durch die Enzyme im Dünndarmbereich nicht verdaut werden können. Diese Kohlenhydrate passieren unverdaut den Dickdarm, wo die bakterielle Aktivität zur Bildung von Gasen und zur Flatulenz (Blähung) führt.

Das Eiweiß der Sojabohne ist hochwertig, da in ihm fast alle essentiellen Aminosäuren vorkommen. In Soja kommt das Glykoprotein Vicilin vor, das größere Mengen an Asparaginsäure enthält. Unerwünschte Inhaltstoffe sind cyanogene Glykoside, die jedoch enzymatisch gespalten werden, wodurch die beim Kochen entstandene Blausäure vertrieben wird.
Sojaextraktionsschrot, Sojaeiweißkonzentrat und Sojaproteinisolat sind die Rückstände nach der Gewinnung von Ölen und Fetten. Bei diesen Produkten steigt der Eiweißgehalt von 45 auf 90%, bei gleichzeitigem Rückgang unerwünschter Kohlenhydrate und der Rohfaser. Soja und Sojaprodukte sind arm an Mineralstoffen, Spurenelementen und fettlöslichen Vitaminen, dagegen reich an Vitamin B. Die organische Substanz des Sojaextraktionsschrotes wird nur zu etwa 70 % verdaut.

Nachteile von Soja:
  • genmanipuliertes Soja
  • Blähungen
  • nicht so ausgewogen und gut verfügbar wie hochwertiges tierisches Protein
  • bei zu viel Soja evtl. verminderte Akzeptanz

Quellen: Case, Carey, Hirakawa. Ernährung von Hund und Katze. Schattauer 1999 S. 129f;
Meyer, Zentek. Hunde richtig füttern. Ulmer 1997 S. 81f;
Schwedt. Taschenatlas der Lebensmittelchemie. Thieme 1999 S. 200