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Spinat

Dass Spinat überdurchschnittlich viel Eisen enthält und deswegen Generationen von Schulkindern zu fleißigem Spinat"genuss" angehalten wurden, beruht auf einem Irrtum. Der Schweizer Physiologe Gustav von Bungen hatte den Wert zwar richtig berechnet, doch bezogen sich seine Angaben auf getrockneten Spinat, wurden aber später irrtümlich frischem Spinat zugeschrieben, der zu ca. 90 % aus Wasser besteht. 100 Gramm frischer Spinat enthalten also durchschnittliche 3,5 Milligramm Eisen und nicht außergewöhnliche 35 Milligramm.

Dennoch enthält Spinat eine Vielzahl von wertvollen Inhaltstoffen, so hat er einen hohen Gehalt an Mineralien, und Vitaminen (beta-carotin, Vitamine der B Gruppe und Vitamin C). Außerdem enthält Spinat Saponine. Die Saponine als Untergruppe der Glykoside nehmen einen wichtigen Platz unter den therapeutisch wirksamen Bestandteilen von Heilpflanzen ein. Saponine haben eine Reihe von physiologischen Wirkungen, vorwiegend im Magen-Darm-Trakt. In Studien konnte gezeigt werden, dass Saponine der Entstehung von Dickdarmkrebs vorbeugen. Experimentelle Forschungen zeigen, dass Saponine das Wachstum verschiedener Arten von Tumorzellen hemmen können. Einige Saponine können Cholesterin senken, da sie mit ihm einen unlöslichen Komplex bilden, der die Absorption von Cholesterin hemmt. Saponine haben auch immunologische Wirkungen. Sie können allgemein die T- und B-Zellen aktivieren, die Bildung von Antikörpern fördern und die T-Lymphozyten dazu anregen, sogenannte "Gedächtniszellen" zu bilden.