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Vitamin B1

Quelle und Verwertung

Vitamin B1, auch Thiamin genannt, findet sich in allen Futtermitteln in verschiedenen Konzentrationen wieder. Reich an Thiamin sind z.B. Getreide, Mühlennachprodukte, Milchprodukte und Bierhefe.
Arm an Vitamin B1 sind dagegen beispielsweise Trockenschnitzel sowie Fleisch- und Fischmehle.
Die Verwertung des Vitamins ist in Futtermitteln in der Regel gut, kann jedoch durch verschiedene Antagonisten (Gegenspieler) beeinträchtigt werden.

Physiologische Bedeutung

Vitamin B1 ist unentbehrlich für die Abbauvorgänge im Kohlenhydratstoffwechsel. Zudem übermimmt Vitamin B1 eine wichtige Funktion in Bezug auf Nervengewebe und die Herzmuskulatur. Im Magen-Darm-Trakt ist das Vitamin notwendig, um die perestaltischen Bewegungen aufrecht zu erhalten. (Durch die Perestaltik wird der Darminhalt in sog. perestaltischen Bewegungen fortbewegt.)

Vitamin B1 ist möglicherweise in Form von Thiamintriphosphat die Aaktionssubstanz im Nervensystem und damit für die Erregung peripherer Nerven zuständig.

Mangelerscheinungen

Eine Mangel an Vitamin B1 verursacht starke Störungen, die überwiegend das Nervensystem und das Herz- und Gefäßgewebe betreffen. z.B.:
Polyneuritis, Reizbarkeit, Krämpfe, Lähung, Verlangsamung der Herzschlagfolge (Bradykardie), Herzmuskelschäden, Herzversagen, verminderte Fettaufnahme, schlechte Energieverwertung, Wachstumsdepression, allgemeine Schwäche.
Antagonisten (Gegenspieler)

  • Thiaminasen, welche im Pansen vorkommen. Durch Pansenmikroben, welche bei stärkereicher und gleichzeitig rohfaserarmer Fütterung gebildet werden.
  • Thiaminsasen im frischen Fisch (sog. Nerzfütterung)
  • durch Bakterien oder Pilze belastetes Futter
  • Amprolium wirkt entgegen dem Thiamin
  • Schwermetalle wie Arsen oder Quecksilber können thiaminantagonistisch wirken