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Vitamin D

Vitamin D ist ein Sammelbegriff, dahinter stehen mehrere Verbindungen. Für Säugetiere sind vor allem zwei sehr wichtig: Vitamin D2 und Vitamin D3. Diese beiden sind eigentlich keine richtigen Vitamine, sie sind eher Vorstufen von Hormonen.

Es sind sehr wenige Produkte, in welchen Vitamin D vorkommt, z. B. in Vollmilch, Leberöle (z. B. Lebertran) und in sonnengetrocknetem Grünfutter.

Das Vitamin D2 entsteht in Pflanzen bei der Trocknung unter dem Einfluss von UV-Strahlung aus Ergosterin. Dagegen kann Vitamin D3 in der Epidermis durch UV-Strahlung aus 7-Dehydrocholesterol gebildet werden (Ausnahme: Hund und Katze!).

Aufgrund des begrenzten natürlichen Vorkommens sind natürliche Vitamin-D-Quellen für die Bedarfsdeckung ohne Bedeutung. Die Verwertung der in Pflanzen vorkommenden Vitamin D-Vorstufen sind vom Tier nur in sehr geringem Maße möglich.

Im Organismus erfüllt Vitamin D3 die folgenden Aufgaben:
  • Regulierung des Calcium- und Phosphatstoffwechsels, insbesondere Förderung der Calcium- und Phosphatabsorption aus dem Darm
  • Regulierung der Calcium- und Phosphatausscheidung über die Niere und Regulation der Calcium- und Phosphateinlagerung in das Skelett
  • Calium-Phosphor-Mobilisierung aus dem Skelett
  • Förderung der Bildung von Keimzellen
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit des Immunsystems, Hemmung von Autoimmunisierung
  • Regulation der Transkription von mehr als 50 Genen

Der direkte orale Einsatz von Vitmain D3-Metaboliten, etwa zur Verbesserung der Eischalenqualität oder zur Verhütung von Milchfieber bleibt forschungsseitig und ökonomisch zu hinterfragen.

Mangelerscheinungen:
  • Störungen des Calcium- und Phosphatstoffwechsels
  • Hemmung der Mineralisierung beim wachsenden Knochen (Rachitis)
  • Abbau der mineralischen Substanz im ausgewachsenen Knochen (Osteomalazie)
  • Knochen- und Gelenkdeformation (Knochenweichheit)
  • Wachstumsstörungen
  • Spontan auftretende Knochenbrüchigkeit
  • Mangelhafte Eischalenstabilität