Kastration

In der Tiermedizin bezeichnet die Kastration (lat.: castro, castratus für schwächen, berauben, entnehmen) eine Operation, mit der dem Tier die Zeugungsfähigkeit genommen wird. Da bei dieser Operation dem Tier die Sexualhormon produzierenden Drüsen (Hoden oder Eierstöcke) entfernt werden, unterliegt das Tier auch nicht mehr dem Sexualzyklus (Läufigkeit, Rolligkeit u.a.). In der Landwirtschaft wird sie aus Gründen der geschmacklichen Veränderung von Fleisch durch die Sexualhormone und aufgrund des biologischen Sozialverhaltens angewandt. Letzteres gilt auch für die Haustierhaltung, da kastrierte Tiere meist besser miteinander zurecht kommen. Im Tierschutz spielt die Kastration eine wesentliche Rolle, um dem Tierelend durch unkontrollierte Vermehrung Einhalt zu gebieten.