Diät für den Hund

Ernährung im Krankheitsfall

Das Futter spielt für das gesunde Hundeleben eine erhebliche Rolle. Nicht nur, dass es von Hause aus qualitativ hochwertige Inhaltsstoffe beinhalten und artgerecht zusammengesetzt sein sollte, auch in Krankheitsgeschehen ist es oftmals wegbestimmend bei der Genesung.

Der Begriff „Diät“ stammt vom griechischen dίaita und bedeutet so viel wie „Lebensführung“ / „Lebensweise“. Die Lehre von der richtigen Ernährungs- und Lebensweise wird als Diätetik bezeichnet. Eine Diät ist eine auf den Patienten abgestimmte Nahrung.

Wir Menschen kennen den Begriff „Diät“ häufig im Zusammenhang mit Übergewicht: „Ich muss eine Diät machen, um ein paar überflüssige Pfunde loszuwerden.“ Oder aber auch bei bestimmten Krankheiten wie beispielsweise bei Diabetes mellitus, Bluthochdruck und bestimmte Organerkrankungen, bei denen gezielt auf bestimmte Inhaltsstoffe in der Nahrung verzichtet werden muss, damit man gesund bleibt oder auch nicht kränker wird.

Dieses kann man auch auf die Ernährung des Hundes übertragen. Der hier bestehende Unterschied zum Menschen ist, dass wir für das Hundefutter verantwortlich sind und er das fressen muss, was wir ihm vorsetzen. Egal, ob es für ihn gesund und verträglich ist oder nicht. Gesundes Futter ist die Basis für ein gesundes Hundeleben, doch trotzdem kann es zu Erkrankungen kommen, bei denen das Futter – Menge, Zusammensetzung, Inhaltsstoffe – angepasst werden muss.

Erfordert es die Gesundheit unseres Hundes, dass er eine besondere Ernährung benötigt, so sollte dies unter fachmännischer Anleitung erfolgen. Der Tierarzt ist gefragt. Anhand der Erkrankung muss er entscheiden, was unser Hund fressen darf und was nicht. Die Diät muss genau auf den Patienten abgestimmt werden, genau wie die Dauer der diätetischen Ernährung. Greift ein Hundehalter selbstständig zu einem Diätfuttermittel, wie es im Tierbedarf oft angeboten wird, kann er den Grundstein für schwerwiegende Erkrankungen legen. Wenn ein gesunder Hund „prophylaktisch“ mit Diätfutter gefüttert wird, kann es über längeren Zeitraum zu Mangelerscheinungen und Erkrankungen aufgrund fehlender Nahrungsstoffe kommen. So kann man seinen Hund auch „krank füttern“.
Auch eine Reduktionsdiät zur Gewichtsabnahme bei übergewichtigen Hunden sollte durch den Tierarzt überwacht werden, denn auch hier kann eine falsche Futterzusammensetzung fatale Folgen haben.

Aber auch der Tierarzt ist nur ein Mensch und fachlich versierte Hundehalter können und sollten durchaus den Sinn und die Ausführung einer tierärztlich verordneten Diät hinterfragen. Viele Tierärzte vertreiben Diätfuttermittel von bestimmten Futtermittelfirmen. Zum Einen profitiert der Tierarzt von dem Futtermittelverkauf, zum Anderen wird er auf entsprechenden Schulungen und auch vom Futtermittelvertreter so „geimpft“, dass er selbst von der unbedingten Notwendigkeit des Diätfutters überzeugt ist. Hier ist Eigeninitiative gefragt: Fragen Sie erfahrene „Hundeleute“ wie Züchter und langjährige Hundehalter oder recherchieren Sie in Literatur und Internet. Oftmals kann eine gezielte Futterumstellung auf beispielsweise BARF viel mehr bewirken als das industriell hergestellte Diätfutter vom Tierarzt. Nichtsdestotrotz sollten Sie aber weiterhin mit Ihrem Tierarzt zusammen arbeiten und mit ihm eine solche Futterumstellung besprechen.

Für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen gerne in unserem Forum zur Verfügung: Forum von Petsnature


© Jill Peters 2010 - www.visions-inside.de

© Foto www.sxc.hu