Was sind Fette?

Fette sind mit den Proteinen und den Kohlenhydraten die Hauptnährstoffe menschlicher und tierischer Nahrung. Als Hauptenergielieferant nehmen sie eine sehr wichtige Rolle ein. Zu viel Fett ist ungesund, zu wenig aber auch. Grund, sich einmal näher mit dem Thema Fett auseinander zu setzen.

Fette setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die wichtigsten sind die Fettsäuren. Diese wiederum lassen sich in zwei große Gruppen einteilen, in die gesättigten und die ungesättigten Fettsäuren.

Gesättigte Fettsäuren: Bei den gesättigten Fettsäuren handelt es sich meist um nicht-essentielle Fettsäuren, sie können im Bedarfsfall vom Körper selbst „gebaut“ werden. Sie kommen vor allem in Butter, Sahne, Schmalz, Talg, Wurst, Fleisch, Eiern, Käse, Kokosnuss- und Palmfett vor. Sie liefern schnell Energie, sind im Hinblick auf andere chemische Stoffe im Verdauungsprozess aber recht reaktionsträge. Die Beschreibung „gesättigt“ bezieht sich auf ihre Strukturformel.

Ungesättigte Fettsäuren: Sie sind essentiell, was bedeutet, Hunde müssen sie über die Nahrung aufnehmen. Sie können nicht selbst gebildet werden. Es gibt einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, diese Beschreibung bezieht sich auf die Strukturformel. Aufgrund ihrer ungesättigten Status sind sie reaktionsfreudiger und haben verschiedene wichtige Funktionen im Körper. Sie sind zum Beispiel Bestandteil der Zellmembranen und auf diese Weise am strukturellen Aufbau des Körpers beteiligt. Ebenfalls sind sienAusgangsstoff für einige Hormone und helfen dem Körper bei der Verdauung fettlöslicher Vitamine. Des Weiteren liefern sie auch Energie und unterstützen das Immunsystem. Ungesättigte Fettsäuren sind leichter verderblich (Licht, Luft und Wärme), deswegen werden dem Hundefutter immer Antioxidantien – am besten natürliche wie zum Beispiel Vitamin C + E – zugesetzt. Hochwertige Speiseöle, Geflügel- und Fischfette sind reich an ungesättigten Fettsäuren. Fette sind sehr energiereich, sie enthalten rund doppelt so viele Kalorien wie Proteine oder Kohlenhydrate. Sie sind neben den Kohlenhydraten die wichtigsten Energiespeicher in den Zellen. Viel Fette erhöhen auch das Sättigungsgefühl. Der Fettanteil eines Hundefutters liegt bei cirka 5 – 60 %. Da Hunde Fleischfresser (Carnivoren) sind, sollte der größte Teil der Fette tierischer Herkunft sein. Fette sind für Hunde sehr gut verdaulich. Sie sind meist geruchslos, spielen aber eine sehr wichtige Rolle als Aromaträger. Häufig kann man deswegen beobachten das fettreicheres Futter eine höhere Akzeptanz bei den Hunden hat.

Auf dem Futtermitteletikett finden Sie immer die Angabe des „Rohfettes“. Dieser Wert aus der Futtermittelanalytik kann gut zur Bewertung des Fettgehaltes eines Futters herangezogen werden.

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© Katja Tuszynski 2010 – www.marcating.de

Quellen:
Wikipedia I
Wikipedia II
Wikipedia II