Was sind Mineralstoffe und Spurenelemente?

Grundbausteine der Nahrung III

Mineralstoffe werden umgangssprachlich auch gerne einfach Mineralien genannt. Mineralstoffe sind anorganische (das bedeutet, die Strukturformeln beinhalten keinen Kohlenstoff) und lebenswichtige Nährstoffe. Mensch und Tier können sie nicht selbst herstellen, sie müssen ausreichend über die Nahrung aufgenommen werden. Da sie anorganisch sind, sind sie gegenüber den meisten Zubereitungsarten unempfindlich. Wärme, Licht und Luft können ihnen in der Regel nichts anhaben, allerdings können sie bei langem Kochen aus dem Nahrungsmittel ausgeschwemmt werden.

Spurenelemente sind auch Mineralstoffe. Deswegen ist die gebräuchliche Bezeichnung „Mineralstoffe und Spurenelemente“ nicht ganz korrekt. Richtig müsste es heißen: Mineralstoffe werden in Mengenelemente und Spurenelemente unterteilt. Die Grenze zwischen diesen beiden Mineralstoffen liegt bei 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Alles über 50 mg sind Mengenelemente, alles unter 50 mg eben Spurenelemente.

In der folgenden Übersicht über die wichtigsten Mengen- und Spurenelemente finden Sie in Stichpunkten die Hauptfunktionen der einzelnen Elemente.

Mengenelemente

Calcium (Ca): Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen, Botenstoff für Nerven und Muskeln

Chlor (Cl): Chloride (chemische Verbindungen des Chlor wie z. B. Natriumchlorid = Kochsalz) beeinflussen stark den Wasserhaushalt des Körpers (z. B. Durstgefühle, Harnausscheidung), Aufrechterhaltung der Gewebespannung, Übertragung von Nervenimpulsen, Muskelfunktionen, Aufbau der Magensäure

Kalium (K): Steuerung der Muskeltätigkeit, Funktion von Nerven, Gewebespannung

Magnesium (Mg): Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen, unterstützt Enzyme beim Stoffwechsel, Funktion von Nerven und Muskeln

Phosphor (P): Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen, Energiegewinnung, Energieverwertung, Bestandteil der DNA (Trägerin der Erbinformationen)

Schwefel (S): Sulfide (schwefelhaltige Verbindungen) sind Bestandteil von einigen Aminosäuren, Proteinen, Koenzymen und anderen; wirken verdauungsfördernd

Natrium (Na): Als Natriumchlorid (= Kochsalz) beeinflusst es stark den Wasserhaushalt des Körpers (z. B. Durstgefühle, Harnausscheidung), Aufrechterhaltung der Gewebespannung; Funktion von Nerven und andere regelnde Aufgaben

Spurenelemente

Arsen (As): Bildung von roten Blutkörperchen, die Bedeutung von Arsen ist noch nicht vollständig bekannt

Bor (B): Einfluss auf den Knochenstoffwechsel und die Gehirnfunktion wird vermutet

Chrom (Cr): Chromverbindungen (Chrom3+Ionen) spielen vermutlich eine große Rolle beim Stoffwechsel von Kohlenhydraten und Fetten

Cobalt (Co): Bestandteil des Vitamins B12

Eisen (Fe): Blutbildung, Sauerstofftransport und –speicherung, Elektronenübertragung, Funktion von Enzymen

Fluor (Fl): Fluoride (Fluorverbindungen) sind wichtig für den Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen, Härtung des Zahnschmelzes

Iod (I): Produktion der Schilddrüsenhormone, diese spielen eine zentrale Rolle im Stoffwechsel

Kupfer (Cu): Bildung roter Blutkörperchen, Bestandteil vieler Enzyme

Mangan (Mn): Bestandteil vieler Enzyme, wichtig für Knorpelbildung und bestimmte Zellfunktionen

Molybdän (Mo): Bestandteil vieler Enzyme

Rubidium (Rb):vermutlich für den normalen Verlauf einer Trächtigkeit zuständig, Wirkung auf das zentrale Nervensystem wahrscheinlich

Selen (Se): Bestandteil vieler Enzyme, wichtig für die Entgiftung des Körpers und als Antioxidans (fängt freie Radikale), Immunabwehr

Silicium (Si): vermutlich für Knochenbildung wichtig

Vanadium (V): Bestandteil von Enzyme

Zink (Zn): Immunsystem, Bestandteil von Enzymen und wichtig für den Stoffwechsel, Bestandteil von Hormonen, Zellwachstum, Aufbau von Erbsubstanz

Zinn (Sn): Über die Bedeutung von Zinn bei Mensch und Tier ist bis heute wenig bekannt, man vermute verschiedene Beteiligungen am Stoffwechsel

Mineralstoffe sind lebenswichtig

Wie bei allen Nahrungsbestandteilen ist eine ausreichende Aufnahme über die Nahrung lebensnotwendig, eine überreichliche oder mangelhafte ist ungesund und teilweise lebensgefährlich.

Beim industriell gefertigten Hundefutter richten sich die Hersteller nach dem aktuellen Stand der Ernährungswissenschaften um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Dies gilt allerdings nur für so genannte Alleinfuttermittel. Wenn man seinen Hund barfen will, muss man selbst für die notwendige Zufuhr sorgen.

In unserem Pet Club stehen wir Ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung: Pet Club


© Katja Tuszynski 2012 – www.marcating.de

______________________________

Quelle:
Ernährungsstudio