Wasser - wichtiges Lebenselixier

ohne geht es nicht

Jedes Lebewesen braucht neben Nahrung auch Wasser zum Leben. Ohne ausreichende Wasserzufuhr trocknen wir Säugetiere aus, genauso wie eine Pflanze, die man vergisst zu gießen. Alle Körperflüssigkeiten brauchen Wasser, um ihre biologischen Funktionen

- Transport- und Lösungsmittel
- Regulierung der Körpertemperatur
- chemischer Reaktionspartner
- Baustoff des Körpers (ca. 50 – 80 % Wasser bei einem Säugetier)

erfüllen zu können. Deswegen ist auch bei unseren Hunden eine ausreichende Wasseraufnahme sehr wichtig.

Wie wir Menschen nehmen Hunde einen Teil ihres Wasserbedarfes aus der Nahrung auf. Wie viel Wasser unsere Haustiere trinken müssen, hängt von der Art der Fütterung (Trocken- oder Feuchtfutter – Letzteres gibt Wasser ab, Ersteres entzieht dem Körper bei der Verdauung Wasser), dem Grad der Aktivität und der Temperatur ab. Der durchschnittliche Wasserbedarf – inklusive über Feuchtnahrung aufgenommenen Wassers liegt bei ca. 35 – 60 ml pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag.

Die Abgabe des Wassers erfolgt über Urinieren und über den Kot, über Hecheln und die Schweißabgabe im Bereich der Pfotenballen und durch Hautatmung. Ein Hund muss also viel trinken, um diesen Wasserverlust zu kompensieren.
Je höher der Anteil an Trockenfutter, je wärmer das Wetter, je aktiver der Hund ist, desto mehr Wasser verliert er und muss dieses folglich wieder entsprechend aufnehmen können. Unser Hund sollte stets einen gut gefüllten Wassernapf zur freien Verfügung haben, denn schon ein Wasserverlust von über 15% kann tödliche Folgen haben!
Auch bei bestimmten Erkrankungen wird vermehrt Wasser ausgeschieden; hier ist es lebenswichtig dafür zu sorgen, dass der Hund genügend Wasser aufnimmt oder Flüssigkeit zugeführt bekommt.

Einige Beispiele für Krankheiten, bei denen es zu einem größeren Wasserverlust kommen kann:

  • Durchfall/Erbrechen
  • Fieber
  • Nierenerkrankungen
  • Blutverlust


Wasser ist nicht gleich Wasser

Obwohl das Leitungswasser in Deutschland trinkbar ist, hat es dennoch einen für unsere Tiere wahrnehmbaren leicht chemischen Geruch. Man kann anstelle von Leitungswasser auch mit einem Filter gereinigtes oder stilles Mineralwasser anbieten, bei nicht wenigen Tieren führt auch das zu einer erhöhten Wasseraufnahme.

Auch bergen sich hinter Wasserleitungen Gefahren: Das Wasser der Leitungen aus Kupfer, Zink oder gar Blei kann auf Dauer zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Kupferionen können sich beispielsweise in Leber und Nieren anreichern und diese schädigen. Um den Gehalt an Metallionen möglichst niedrig zu halten, empfiehlt es sich erst das Standwasser abzulassen (das Wasser ca. 5-10 min vor dem Napffüllen laufen lassen). Bei zu hohem Chlorgehalt hilft es, wenn man das Wasser erhitzt. Der Chloridgehalt kann so entweichen und das abgekühlte Wasser unserem Hund zu Trinken bereitgestellt werden.
Ist es bekannt, dass die örtliche Wasserqualität unzureichend ist, sollte man zu stillem Mineralwasser greifen. Dies ist ebenfalls beim Anrühren von Milchpulver für die Welpenzufütterung zu empfehlen.

Generell gilt es alle Wassernäpfe bzw. Brunnen regelmäßig gründlich zu säubern, da sich in der Feuchtigkeit gerne Keime und Krankheitserreger ansammeln. Neben der normalen Reinigung mit einem Spülmittel ist auch Essigessenz ein gutes Desinfektionsmittel, das zudem auch unschöne Kalkränder gut löst. Wichtig: Nach dem Säubern gründlich mit klarem Wasser spülen, damit sich der Geruch nach Essig oder Spülmittel auch ausreichend verflüchtigt.

Wasser unterwegs

Beim Spazierengehen nimmt jeder Hund gerne mal einen Schluck aus Pfützen, Gräben, Tümpeln oder Ähnlichem. Dies kann sehr ungesund sein. Gerade in stehenden Gewässern können sich Keime wie Bakterien, Algen, aber auch Düngemittel (auch Gülle) und Pestizide aus der Landwirtschaft anreichern, aber auch in fließenden Gewässern können diese Stoffe oder andere Abwässer enthalten sein.
Auf längeren Spaziergängen bietet es sich an sauberes Wasser von Zuhause mitzunehmen. Eine alte und gereinigte PET-Flasche und ein Wassernapf sind völlig ausreichend; der Fachhandel bietet jedoch auch extra handkofferähnliche Boxen an, in denen Wasser mitgeführt und dem Hund unterwegs angeboten werden kann.

Jenseits des Trinkens…
Hund im Wasser
...ist Wasser auch noch in anderer Hinsicht für unsere Tiere interessant. Viele Hunderassen kommen aus der Wasserjagd, diese Rassen gieren förmlich danach regelmäßig in Seen und Flüssen zu baden und zu toben. Aber auch anderen Rassen machen die unterschiedlichsten Wasserspiele sehr großen Spaß, den man seinem Hund nicht vorenthalten sollte.

Wenn Sie sich über das Thema Wasser gerne weiter austauschen wollen, dann sind Sie herzlich in unserem Forum willkommen: Forum von Petsnature.

 


© Jill Peters 2009 - www.visions-inside.de & Katja Tuszynski 2009 – www.marcating.de

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