Wasser - wichtiges Lebenselixier

Wasser bedeutet Leben, ohne geht es nicht. Wasser ist die einzige chemische Verbindung auf der Erde, die in der Natur als Flüssigkeit, als Festkörper und als Gas vorkommt. Nicht nur wir Menschen sind auf diesen Stoff angewiesen, auch für unsere Vierbeiner ist Wasser lebenswichtig.

Jedes Lebewesen braucht Wasser zum Leben

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Ohne ausreichende Wasserzufuhr trocknen wir Säugetiere aus, genauso wie eine Pflanze, die man vergisst zu gießen. Alle Körperflüssigkeiten brauchen Wasser, um ihre biologischen Funktionen erfüllen zu können. Deswegen ist auch bei unseren Hunden eine ausreichende Wasseraufnahme sehr wichtig.

Wie wir Menschen nehmen Hunde einen Teil ihres Wasserbedarfes aus der Nahrung auf. Die Menge, die unsere Haustiere trinken müssen, hängt von der Art der Fütterung (BARF, Trocken- oder Feuchtfutter – Letzteres gibt Wasser ab, Ersteres entzieht dem Körper bei der Verdauung Flüssigkeit), dem Grad der Aktivität und der Temperatur ab. Der durchschnittliche Wasserbedarf – inklusive über Feuchtnahrung aufgenommenen Wassers liegt bei ca. 35 – 60 ml pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag.

Die Abgabe des Wassers erfolgt über Urinieren und über den Kot, über Hecheln und die Schweißabgabe im Bereich der Pfotenballen. Ein Hund muss also viel trinken, um diesen Wasserverlust zu kompensieren. Je höher der Anteil an Trockenfutter, je wärmer das Wetter, je aktiver der Hund ist, desto mehr Wasser verliert er und muss dieses folglich wieder entsprechend aufnehmen können. Unser Hund sollte stets einen gut gefüllten Wassernapf zur freien Verfügung haben, denn schon ein Wasserverlust von mehr als 15% kann lebensgefährliche Folgen haben!

Auch bei bestimmten Erkrankungen wird vermehrt Wasser ausgeschieden; hier ist es lebenswichtig dafür zu sorgen, dass der Hund selbst genügend Wasser aufnimmt oder Flüssigkeit zugeführt bekommt.

Einige Beispiele für Krankheiten, bei denen es zu einem größeren Wasserverlust kommen kann:

  • Durchfall/Erbrechen
  • Fieber
  • Nierenerkrankungen
  • Blutverlust

Wasser ist nicht gleich Wasser

Die Leitungen, durch welche das Wasser zu uns in die Häuser kommt, können Einfluss auf den Geschmack haben. Man kann anstelle von Leitungswasser auch mit einem Filter gereinigtes oder stilles Mineralwasser anbieten, was bei einigen Tieren die Wasseraufnahme steigern kann.

Auch bergen sich hinter Wasserleitungen Gefahren: Das Wasser der Leitungen aus Kupfer, Zink oder gar Blei kann auf Dauer zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Bei zu hohem Chlorgehalt hilft es, wenn man das Wasser erhitzt - wobei die sogenannte Schutz-Chlorung unseres Trinkwassers seit 1991 nicht mehr zulässig ist. Ist es bekannt, dass die örtliche Wasserqualität unzureichend ist, sollte man zu stillem Mineralwasser greifen. Dies ist ebenfalls beim Anrühren von Milchpulver für die Welpenzufütterung zu empfehlen.

Generell gilt es alle Wassernäpfe und Brunnen regelmäßig gründlich zu säubern, da sich in der Feuchtigkeit gerne Keime und Krankheitserreger ansammeln. Neben der normalen Reinigung mit einem Spülmittel ist auch Essigessenz ein gutes Desinfektionsmittel, das zudem auch unschöne Kalkränder gut löst. Wichtig: Nach dem Säubern gründlich mit klarem Wasser spülen, damit sich der Geruch nach Essig oder Spülmittel auch ausreichend verflüchtigt.

Wasser unterwegs

Beim Spazierengehen nimmt jeder Hund gerne mal einen Schluck aus Pfützen, Gräben, Tümpeln oder Ähnlichem. Dies kann sehr ungesund sein. Gerade in stehenden Gewässern können sich Keime wie Bakterien und Algen, aber auch Düngemittel (auch Gülle) und Pestizide aus der Landwirtschaft anreichern, aber auch in fließenden Gewässern können diese Stoffe oder andere Abwässer enthalten sein. Besonders Pfützen bieten ein Risiko: Diese können durch Mäuseurin mit Leptospieren verunreinigt sein, dem Erreger der Leptospirose. Bei Hunden, die viel und gern aus Pfützen trinken, sollte daher auch über eine entsprechende Impfung nachgedacht werden. Auf längeren Spaziergängen bietet es sich daher an, sauberes Wasser von Zuhause mitzunehmen. Eine alte und gereinigte PET-Flasche und ein Wassernapf sind völlig ausreichend; der Fachhandel bietet jedoch auch diverses Zubehör an, um Wasser mitzuführen und dem Hund unterwegs anbieten zu können.

Jenseits des Trinkens… 

...ist Wasser auch noch in anderer Hinsicht für unsere Tiere interessant. Viele Hunderassen kommen aus der Wasserjagd, diese Rassen gieren förmlich danach regelmäßig in Seen und Flüssen zu baden und zu toben. Den meisten Hunden machen die unterschiedlichsten Wasserspiele sehr großen Spaß, den man seinem Vierbeiner nicht vorenthalten sollte.

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© Jill Peters 2009 - www.visions-inside.de & Katja Tuszynski 2009 – www.marcating.de