Gefahrenquellen im Haus für Hunde

Sicher ist sicher! Ein Hund zieht ein – in Ihr Haus oder in Ihre Wohnung. Es sinnvoll, im Vorfeld einige mögliche Gefahrenquellen für den Hund zu erkennen und zu eliminieren. Hilfreich ist es, sich das neue Umfeld des Hundes aus seiner Sicht anzuschauen.
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Seien Sie kritisch bei Betrachtung Ihres Haushaltes. Versuchen Sie die Welt mit den Augen Ihres Hundes wahrzunehmen und so für Sicherheit zu sorgen. Ein wenig Starthilfe in Ihre neue Welt mit Hund in puncto Sicherheit möchten wir Ihnen hier bieten.

Worauf sollte man vor dem Einzug des Hundes achten?

Steckdosen sollten mit einer Kindersicherung versehen sein. Ihr Hund respektive Welpe kann sehr neugierig sein und durchaus auf die Idee kommen, mit seiner Nase die „rundliche Vertiefung mit zwei schwarzen, nicht definierbaren Punkten mittig“ näher zu erkunden. Dies kann einen Stromschlag mit fatalen Folgen nach sich ziehen.

Mehrfachstecker auf dem Fußboden beziehungsweise allgemein in Hundereichweite. Bitte nicht! Auch hier ist es möglich, dass Ihr Hund sein ganz privates „Jugend forscht“ Programm startet. Oder, und dies habe ich aus meinem näheren Bekanntenkreis schon einmal erfahren, Ihr Hund muss sich übergeben und wählt in seiner Not die Ecke mit dem Mehrfachstecker aus. In diesem Fall hatte das glücklicherweise „nur“ einen nächtlichen Kurzschluss mit umfassendem Stromausfall zur Folge. Es hätte aber auch der Hund Schaden davon tragen können.

Stromkabel - Aus Hunde- und Welpensicht unter Umständen eine willkommene Abwechslung, um die Zähnchen zu trainieren. Stromkabel sollten ebenfalls außerhalb der Reichweite des Hundes verlaufen.

Halsband in der Wohnung tragen, ohne Aufsicht. Ihr Hund könnte irgendwo hängen bleiben und sich erdrosseln. Vor Jahren ist dies Bekannten von mir wiederfahren. Der einjährige Schäferhundrüde ist unglücklich an einer Tür hochgesprungen und mit dem Halsband an der Türklinke hängen geblieben. In seiner Panik hatte er keine Chance. Berücksichtigen Sie „Sache mit dem Halsband“ bitte auch, wenn der Hund sich ohne Aufsicht im Garten bewegt. Gibt es hier Möglichkeiten hängen zu bleiben? Immer wieder hört man leider von derartigen Unfällen. Auf der anderen Seite kann ein Halsband - mit Telefonnummer des Hundehalters versehen - sinnvoll sein, sollte der Vierbeiner doch einmal aus dem gesicherten Garten entwischen.

Tüten - Ich erinnere mich nur zu gut an meine Kinderzeit mit Hund. Und an ein Bild, dass sich meiner Mutter und mir bot, als wir vom Einkaufen wieder kamen: Unser Schnauzer saß im Flur mit einer leeren Futtertüte über dem Kopf. In diesem Falle ging es glimpflich aus. Leider passiert es aber immer wieder, dass durch Unachtsamkeit des Menschen Hunde qualvoll in Tüten ersticken, aus denen sie sich nicht mehr befreien können.

Blumenwasser gedüngt - Haben Sie einen grünen Daumen und sind ein Pflanzenfreund? Bitte beachten Sie, dass manche Hunde mit Vorliebe abgestandenes Wasser trinken. Handelt es sich dabei dann um Wasser, welches Düngemittel enthält, kann sich dies negativ auf die Gesundheit des Hundes auswirken. Magenreizungen und bei massiver und anhaltender Aufnahme der Schadstoffe sogar Vergiftungserscheinungen können die Folge sein.

Giftige Pflanzen - Können Sie sicher sein, dass Ihr Hund sich nicht an Ihrem Zimmergrün vergreift, wenn er Gelegenheit dazu hat? Hier eine kleine Auflistung bekannter und beliebter (giftiger) Pflanzen:

  • Alpenveilchen
  • Amaryllis
  • Aralie
  • Begonie, eher als Bepflanzung für den Balkon.(Es gibt giftige und ungiftige Arten. Begonia gracilis und Begonia rex zählen unter anderem zu den giftigen.)
  • Drachenbaum
  • Efeutute
  • Ficus
  • Gummibaum
  • Kaladie oder Buntblatt
  • Yucca

Bei Verzehr dieser Pflanzen bzw. von Pflanzenteilen kann es zu Schleimhautreizungen und/oder Vergiftungserscheinungen wie Koliken, Erbrechen, Durchfall (auch blutig), Krämpfen, Kreislaufstörungen oder vermehrtem Speichelfluss kommen. In diesem Fall ist unbedingt ein Tierarzt aufzusuchen!

Sind Sie sich bei Ihren Pflanzen nicht sicher, fragen Sie einfach beim Pflanzenhändler Ihres Vertrauens nach und nutzen Sie die großen Giftdatenbanken im Internet:

Wikipedia
Uni Zürich

Überlegen Sie, ob Sie Ihren Hund ohne Aufsicht mit Ihren Pflanzen alleine lassen können. Ausgebuddeltes Grün und erdiges Chaos auf dem Teppich stellen hier das geringste Übel dar.

Schokolade(nteller) - Sind Sie auch eine echte Naschkatze? Lieben Sie es, wenn gut erreichbar ein wohl gefüllter schokoladiger Teller zum Zugreifen animiert? Und nett und gastlich schaut's ja auch noch aus. Aber Achtung: Schokolade ist giftig für den hündischen Organismus. Schokolade enthält Theobromin. Diese Substanz ist ein Stimulans, welches auf das zentrale Nervensystem des Hundes wirkt. Es kann zu Krämpfen, Herzproblemen und inneren Blutungen kommen. Je dunkler Schokolade ist, umso mehr Theobromin enthält sie und desto gefährlicher ist sie für unsere Vierbeiner.

Wie schnell Schokolade giftig auf einen Hund wirkt, hängt von der Größe des Hundes und von der verzehrten Menge ab. Man geht davon aus, dass Theobromin etwa sieben Stunden im Körper des Hundes bleibt bis es abgebaut wird. Grundsätzlich gilt: Schokolade hat auf dem Speiseplan eines Hundes nichts zu suchen! Und denken Sie bitte daran: Gelegenheit macht Diebe! - schützen Sie Ihren Hund vor dem Konsum. Platzieren Sie Ihren heißgeliebten Schokoladenteller außerhalb der Reichweite Ihres Vierbeiners.


Lagern Sie keine Medikamente in Reichweite des Hundes! Besonders Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen lagern diese oft nicht verschlossen in einem Schrank. Dies kann zur Gefahr für Ihren Hund werden! Sei es die Packung Schmerztabletten auf dem Wohnzimmertisch oder die Blutdrucktabletten auf dem Nachtschränkchen - Medikamente müssen so aufbewahrt werden, dass weder Hunde noch kleine Kinder diese erreichen können.


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© Diana Düpmann 2014
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