Hausapotheke für Hunde

Niemand will sie und doch sind wir vor ihnen nicht sicher: Notfälle oder Unfälle. Im besten Fall ist dann eine für den Hund zusammen gestellte Hausapotheke greifbar. Aber was gehört da eigentlich rein? Und was sollte bei einer schon zusammen gestellten Haus(tier)apotheke beachtet werden?

Ob Kratzer, Schürfwunden, Notfälle oder routinemäßige Voruntersuchungen: Im Bedarfsfall sollten Sie gewappnet sein und bestimmte Dinge parat haben, die Ihnen bei der Untersuchung und Versorgung Ihres Hundes helfen.

Was gehört zur Grundausstattung einer Hausapotheke für den Hund?

  • Taschenlampe mit funktionierenden Batterien
  • Pinzette mit abgerundeter Spitze zur Entfernung von Fremdkörpern
  • Zeckenzange
  • Maulkorb oder eine dicke Schnur, die nicht einschneiden kann, oder eine Mullbinde
  • Ersatzleine
  • Staubinde aus Gummi oder Gummischlauch als Hilfsmittel zum Abbinden
  • saubere Küchenhandtücher aus Stoff zum Abdecken größerer Wunden
  • Kühlakku, CoolPad zur Kühlung bei Hitzschlag oder zur Blutstillung, Aufbewahrung im Kühlschrank
  • Verbandschere (scharf und mit stumpfen Enden)
  • Fieberthermometer
  • Einwegspritzen (5 ml, 10 ml oder größer) zum Eingeben von Flüssigkeiten oder Spülen von Wunden
  • Einmalhandschuhe
  • Decke (Schutz vor Kälte, Transport)


Verbandsmaterial:

  • Mullkompressen, Mullbinden, elastische Binden, sterile Gazetupfer
  • wasserfestes Klebeband, gewebeverstärktes Klebeband ("Gaffa-Tape")
  • Polster- oder Verbandwatte
  • selbsthaftende elastische Fixierbinden zur Befestigung von Verbänden
  • Heftpflaster


Medikamente und Lösungen:

  • physiologische Kochsalzlösung oder Ringer-Lösung zur Wundreinigung und Augenspülung
  • Wasserstoffperoxidlösung 3%ig
  • Alkohol
  • Jod zum Reinigen von Wunden (Achtung bei Katzen: nur ausschließlich Präparate nutzen, die für Katzen ausgewiesen sind und nicht bei größeren Wunden einsetzen!)
  • Calendula-Urtinkur
  • Kohletabletten

Weitere Medikamente und Lösungen - auch für unterwegs und Reisen - sollten Sie nur in Absprache mit Ihrem Tierarzt ergänzen und von ihm beziehungsweise von Ihrer Apotheke beziehen:

  • die üblichen Medikamente Ihres Tieres (Herz, Gelenke etc.) sofern benötigt
  • Zecken- und Flohprophylaxe
  • Wund- und Heilsalbe
  • Wunddesinfektion: Lösung und Salbe
  • Heparinsalbe
  • Augentropfen
  • Elektrolytpulver zum Auflösen in Wasser
  • Mittel gegen Durchfall, Darmflora-Präparat
  • Notfallmittel gegen allergische Reaktionen
  • evt. Beruhigungsmittel für den Flug
  • evtl. Mittel gegen Übelkeit beim Autofahren


Bewahren Sie diese Utensilien sorgfältig und sauber verpackt in einem Kasten oder Box auf, der im Bedarfsfall griffbereit steht.
Es empfiehlt sich, dass Sie den Inhalt regelmäßig auf die Verwendbarkeit überprüfen. Achten Sie auf Verfallsdaten und unbeschädigte Verpackungen und probieren Sie aus, ob Thermomenter und Taschenlampe funktionsfähig sind.

Tipps:
Legen Sie eine Liste mit dem Inhalt der Hunde-Hausapotheke an und kontrollieren Sie anhand dieser Liste regelmäßig den Bestand.
Schreiben Sie alle wichtigen medizinischen Daten (letzter Entwurmungs- und Impftermin, bisherige Verletzungen und Erkrankungen Ihres Hundes) stichpunktartig auf.
Notieren Sie dazu wichtige Telefonnummern (Tierarzt und Tierheilpraktiker, Apotheke, Notdienst).
Ein übersichtliches Erste-Hilfe-für-Hunde-Buch mit Abbildungen ist ebenfalls gut in der Hausapotheke aufgehoben. Machen Sie sich aber schon zuvor mit dem Buch vertraut, so dass Sie sich im Notfall nicht erst mit der Recherche beschäftigen müssen.

Erste Hilfe ersetzt niemals den Tierarzt. Sie dient lediglich der Erstversorgung.

Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel "Tierarztbesuch? - So bereiten Sie sich vor!"
 
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© Jill Peters 2009 - www.visions-inside.de