Weihnachten mit dem Hund

Tipps für besinnliche Feiertage

Weihnachten – kriegt mein Hund das denn mit?

Sicher erlebt Ihr Hund Weihnachten. Zwar fehlt ihm das Verständnis für den tieferen Sinn dieses christlichen Familienfestes. Aber er ist als Familienmitglied und Weggefährte tagtägliche Abläufe und Rituale in seinem Rudel gewöhnt und registriert sehr wohl die Abweichungen vom täglichen Einerlei. Und da haben das Weihnachtsfest und seine Vorbereitungszeit eine ganze Menge zu bieten, was dem Hund anders erscheinen dürfte.

Weihnachten aus hündischer Sicht – eine freie Interpretation

Da wird getuschelt zwischen den Zweibeinern.

Sie stehen geschäftig in der Küche und hantieren mit duftigen Gewürzen, die es in der Form das ganze Jahr über nicht gibt. Lecker duftende Teller werden auf dem Tisch drapiert... und stehen da länger... und jedes Rudelmitglied nimmt sich  im Vorbeigehen etwas runter... ob ich auch mal?

Es wird mit Papier hantiert... da werden Dinge drin versteckt... und die Papierverstecke werden dann auch wieder versteckt...wie aufregend...

Nun schleppen die Zweibeiner auch noch einen Baum ins Haus?! - spinnen die jetzt total? Und wieso kümmern die sich jetzt nun wieder so intensiv um diesen Baum und tanzen drum rum wie ums goldene Kalb? Was hängen die denn da rein? *Hey* - das gibt ja einen Bällebaum!

Und so weiter...


Der Hund ist in der Weihnachtszeit der stille Beobachter, der alles mitbekommt, dabei sehr verschwiegen ist und sich auf nichts wirklich einen Reim machen kann.

Ihr Hund und die Weihnachtsdekoration

Damit es nicht gefährliche Weihnachten werden  und sie das Fest mit Ihrem Hund rundum genießen können sollten Sie einiges beachten:

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund sich nicht an weihnachtlichen Gabentellern voll mit Backwerk und Schokolade gütlich tun kann – Schokolade ist giftig für den Hund. Zucker im Allgemeinen ist der Gesundheit der Vierbeiner nicht dienlich.
  • Häufig sind neben den Süßigkeiten auch noch das Aluminiumpapier, in welches sie verpackt sind,  ebenfalls gesundheitsschädigend für den Körper, da es meist mit gegessen wird.
  • Aluminiumpapier findet sich eventuell auch am Weihnachtsbaum in Form von Lametta wieder. Das wird im Falle des Verschluckens sehr schnell ein gesundheitsgefährdendes „Spielzeug“ für den Vierbeiner.
  • Auch Christbaumkugeln können allein von ihrer Form her Ihren Hund zum gefährlichen Spiel animieren. Zerbrechen die Kugeln im Fang Ihres Hunds, kann dies üble Verletzungen nach sich ziehen. 
  • Die elektrische Lichterkette am Weihnachtsbaum und der elektrische Anschluss für diese müssen für Ihren Hund ebenfalls tabu sein, oder noch besser hundgerecht gesichert sein.
  • Selbst die beliebte Tradition des Adventskranzes birgt Gefahren – stellen Sie sicher, dass Ihr Hund auf keinen Fall Kontakt zu den brennenden Kerzen haben kann. Des Weiteren kommen manche Vierbeiner auf die Idee, das so eine Kerze eine recht schmackhafte Abwechslung im Speiseplan darstellen kann. Häufig bestehen diese Kerzen aus gesundheitsschädigendem Parafin. Also am besten den Adventskranz außer Hundereichweite stellen.

Wenn Sie einen Rüden haben, beobachten Sie bitte einmal, wie dieser überhaupt mit dem Weihnachtsbaum umgeht. Es gibt Hunde, die das dringende Bedürfnis haben, diesen zu markieren. Es ist nicht immer auszuschließen, dass draußen ein Hund diesen Baum zum markieren schon genutzt hat. Was wiederum den eigenen Hund dann erst recht animiert das Bein zu heben.

Der sensible Hund und die Feiertage

Es gibt Hunde, die mit dem ganzen weihnachtlichen Trubel einfach nicht zurechtkommen. Sie sind nervös, erschrecken schnell, verstecken sich vielleicht sogar, erst recht wenn die Verwandschaft zu Besuch kommt.

Möglicherweise schlägt ihnen der ganze Stress auch so auf den Magen, dass es zu Erbrechen und/oder  Durchfall kommt. Rechnen Sie bei Ihrem Hund mit solchen Reaktionen, wenn er auch im Vorfeld auf besondere Situationen angespannt reagiert hat. Dann kann es Sinn machen, zu Bachblüten oder homöopathische Mitteln zu greifen, um dem Hund ein wenig den Stress zu mildern. Besprechen Sie das bitte mit Ihrem Homöopathen oder Tierarzt. Denn diese greifen erfahrungsgemäß gerne auf diese sanften Möglichkeiten zur Beruhigung zurück und Sie können von ihren Erfahrungen profitieren.

Zusätzlich bieten viele Tierarztpraxen auch Pheromonhalsbänder oder -duftstecker an. Diese sollten allerdings schon einige Wochen vor dem eigentlichen zu erwartenden Weihnachtsstress eingesetzt werden, da die beruhigende Wirkung nicht sofort einsetzt – Ihr Tierarzt wird Sie hierzu beraten.

Packen Sie auch Ihrem Hund ein Paket

Die Szenerie: Bescherung. Glänzende Augen unter dem Weihnachtsbaum, eifrige Hände,  Geschenkpapier knistert und liegt schlussendlich überall herum. Alle freuen sich. Positive Stimmung im Raum.

Und was macht Ihr Hund? Er beobachtet. Und freut sich einfach mal mit. Ein wenig ratlos vielleicht. Da ist es ein tolles und spannendes Highlight für alle Beteiligten, wenn auch der Hund ein Paket auspacken darf. Interessant ist es allemal – wie wird Ihr Vierbeiner sich verhalten? Hat er so gut beobachtet und liegt es in seiner Natur diese Beobachtungen gedanklich derart zu verknüpfen, dass er prompt anfängt, seine Gabe eigenständig auf hündische Art auszupacken? Oder müssen Sie ihn ein wenig unterstützen und animieren?

In jedem Falle wird Ihr Hund das Gefühl haben, dass er dazu gehört und die Aufmerksamkeit genießen! Der Inhalt des Paketes ist schon fast egal. Das kann ein besonderes Leckerchen oder ein neues Spielzeug sein. Im Vordergrund aber steht: Der Weg ist das Ziel. Und Dabeisein ist alles, auch für Ihren Hund.

Wichtig: Bitte nehmen Sie nur natürliche Materialien als Verpackung des Paketes und lassen Sie es ihn nicht unbeaufsichtig auspacken. Nach dem Ereignis sollten alle Schnüre und co auch wieder sicher verwahrt werden.

Weihnachtsplätzchen für den Hund

Es gibt zwei gute Gründe, warum es Sinn machen kann, dass Sie für Ihren Hund etwas backen.

1. Sie backen gerne und möchten auch Ihrem vierbeinigem Freund etwas Besonderes gönnen.

2. Sie haben Kinder, die ihren Hund auch verwöhnen wollen und nicht verstehen,
   warum der Hund nicht vom Familienweihnachtsteller mitbedacht werden soll.

Trifft bei Ihnen der zweite Punkt zu, erklären Sie Ihren Kindern bitte klar und deutlich, warum der Familienteller für den Hund tabu ist. Das gemeinsame Backen des Hundetellers wird Ihnen dabei helfen und allen viel Spaß machen. Und Sie können davon ausgehen, dass die Versuchung, dem Hund heimlich ungesunde Süßigkeiten zuzustecken, auf diese Art und Weise recht uninteressant wird, weil man ja was viel tolleres für ihn hat.

Rezept für Hundeweihnachtsplätzchen

100g Fischfleisch – z. B Lachs oder Thunfisch
1 Ei mit Schale
1 EL Öl
Kräuter – nach Wahl
250g Mehl

Eier mit Schale mit Mixstab fein pürieren. Fischhack, Öl, Kräuter und Mehl zufügen. Alles zu einem festen Teig kneten. Auf bemehlter Arbeitsfläche mit Nudelholz ca. 1cm dick ausrollen. Mit Plätzchenausstecher (oder Glas) Figuren ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. BACKROHR: Im vorgeheizten Backofen bei 180°C kross backen.


Quelle des Rezeptes www.kochbar.de

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund frohe Feiertage!

Wenn Sie Fragen zum Thema haben oder sich einfach nur mal austauschen wollen, besuchen Sie uns doch mal im Pets Nature Forum: Pet Club

© Diana Düpmann 2014
© Fotos Diana Düpmann