Norwegischer Lundehund

Bereits im 16. Jahrhundert wurde der Norwegische Lundehund schriftlich erwähnt. Eingesetzt wurde er als Vogelhund zur Jagd auf norwegische Papageientaucher (Lunde). Als die Jäger auf die effektivere Methode der Jagd mit dem Netz umstiegen, wurde der Lundehund überflüssig - er begann zu wildern und herumzustreunen und wurde zu einer echten Plage. Daraufhin wurde in den Gemeindeverwaltungen Røst und Værøy die Hundesteuer eingeführt, was zur Folge hatte, dass es binnen kurzer Zeit kaum noch einen Hund auf den Inseln gab. Auf der Insel Måstad brauchte man den Vogelhund weiterhin und erreichte eine Steuerermäßigung. Es kam soweit, dass diese Insel der einzige Ort wurde, wo der norwegische Lundehund noch existierte und aufgrund der Abgeschiedenheit sich nicht mit anderen Rassen vermischte. 1938 erfuhr Frau Eleonora Christi von dem drohenden Aussterben der Rasse und beschaffte sich vier Lundehunde, drei Hündinnen und einen Rüden, um den Bestand zu retten. Nur drei Jahre später starben auf Måstad alle Hunde an einer Seuche, doch nun konnte man auf die Zucht von Frau Christi zurückgreifen. Sie übergab den Bewohnern vier Hunde zurück, mit denen eine neue Zucht aufgebaut wurde. Heute existiert ein kleiner, gefestigter Bestand von etwa 600 Hunden in Norwegen, zumeist auf dem Festland als Haushund.

Steckbrief

Ursprungsland: Norwegen

Widerristhöhe:

Rüden: 35 – 38 cm

Hündinnen: 32 – 34 cm

Farbe: rotbraun bis fahlbraun, Deckhaar mit schwarzen Spitzen

Haarkleid: dicht, rau und kurz, weiche Unterwolle

Geschichte

Bereits im 16. Jahrhundert wurde der Norwegische Lundehund schriftlich erwähnt. Eingesetzt wurde er als Vogelhund zur Jagd auf norwegische Papageientaucher (Lunde). Als die Jäger auf die effektivere Methode der Jagd mit dem Netz umstiegen, wurde der Lundehund überflüssig - er begann zu wildern und herumzustreunen und wurde zu einer echten Plage. Daraufhin wurde in den Gemeindeverwaltungen Røst und Værøy die Hundesteuer eingeführt, was zur Folge hatte, dass es binnen kurzer Zeit kaum noch einen Hund auf den Inseln gab. Auf der Insel Måstad brauchte man den Vogelhund weiterhin und erreichte eine Steuerermäßigung. Es kam soweit, dass diese Insel der einzige Ort wurde, wo der norwegische Lundehund noch existierte und aufgrund der Abgeschiedenheit sich nicht mit anderen Rassen vermischte. 1938 erfuhr Frau Eleonora Christi von dem drohenden Aussterben der Rasse und beschaffte sich vier Lundehunde, drei Hündinnen und einen Rüden, um den Bestand zu retten. Nur drei Jahre später starben auf Måstad alle Hunde an einer Seuche, doch nun konnte man auf die Zucht von Frau Christi zurückgreifen. Sie übergab den Bewohnern vier Hunde zurück, mit denen eine neue Zucht aufgebaut wurde. Heute existiert ein kleiner, gefestigter Bestand von etwa 600 Hunden in Norwegen, zumeist auf dem Festland als Haushund.

Charakter und Erziehung

Der Norwegische Lundehund ist ein wachsamer und lebhafter Hund, der kinderlieb ist und ein freundliches Wesen besitzt. Er ist sensibel und auch ein wenig scheu. Aufgrund seiner Zuchtbedingungen und seines Arbeitseinsatzes hat der Lundehund einige erstaunliche Fähigkeiten entwickelt. Als einzige Hunderasse besitzt er sechs Zehen an jedem Lauf; die sechste Zehe ist höher angesetzt, so dass der Hund einen guten Halt beim Klettern finden kann. Eine weitere Besonderheit ist sein Schultergürtel, der es dem Lundehund ermöglicht, seine beiden Vorderläufe im 90°-Winkel seitlich abzustrecken. Sein Kopf lässt sich bis an die Wirbelsäule zurück biegen, damit er sich „kürzer“ machen kann. Weiterhin fehlen ihm bis zu acht Backenzähne, um ihre Beute nicht zu stark zu verletzen. Durch eine Querfalte im Ohrenknorpel kann der Lundehund seine Ohren zuklappen, um seine Gehörgänge vor Wasser zu schützen. Gesundheitlich muss beachtet werden, dass sich im Laufe der Zeit der Organismus des Lundehunds auf die Ernährung von Fischen und Vögeln umgestellt hat, so dass Säugetierfette zu schweren Problemen führen können. Das sogenannte Lundehundsyndrom ist genetisch bedingt und ca. 50-90% der Tiere sind davon betroffen.

VDH Mitgliedsvereine

Deutscher Club für Nordische Hunde e.V.
Sabine Betz
Hauptstr. 16
91456 Stübach
Tel.: (0 91 61) 8 82 49 32
Fax: (0 91 61) 8 82 49 33
E-Mail: geschaeftsstelle@dcnh.de
Internet: www.dcnh.de