Die Gestaltung des Futterplatzes

Hier schmeckt es am Besten!

Unsere Katzen sind Lebewesen, die eine gewisse tägliche Routine sehr schätzen, deswegen ist ein fester Futterplatz und feste Fütterungszeiten für sie sehr wichtig. Allerdings eignet sich nicht jeder Ort aus ihrer Sicht für ein unbeschwertes Essvergnügen.

 

Welche Orte sind geeignet?

Grundsätzlich sollte es ein ruhiges Plätzchen sein, ein Ort an dem sie ungestört und in Ruhe essen können. Das gilt sowohl für drinnen wie für draußen. In der Wohnung bietet sich oftmals die Küche an, da dort meist kein Teppichboden liegt und unsere Katze auch gerne mal kleckern oder ihr Essen rund um den Napf verteilen. Gut ist es, wenn es eine Ecke ist, die der Katze einen eigenen kleinen „Raum“ schafft, wo der Mensch nicht im Zentimeterabstand daran vorbei läuft. Auch die Nähe zu Wasch- oder Spülmaschine ist zu vermeiden, da diese bei Betrieb aus Katzensicht einen Höllenlärm machen.

Draußen ist die geschützte Ecke wichtig, damit sich die Katze beim Fressen nicht wie auf dem Präsentierteller fühlt und mögliche „Eindringlinge“ die ihr das Futter abspenstig machen wollen, nicht von allen Seiten kommen können.

 

Die Wahl des Napfes

Der Fachhandel bietet inzwischen Näpfe in allen Farben, Formen und Materialien an. Die preiswertesten sind aus Plastik, haben aber den Nachteil, dass sich sehr schnell feinste Risse im Material bilden in denen sich Keime trotz guter Reinigung bilden können. Die Keime sind oftmals auch der Auslöser von Krankheiten wie z. B. der Kinnakne. Wenn man Plastiknäpfe benutzt sollte man sie alle paar Monate deswegen erneuern.

In der mittleren Preisklasse finden sich Näpfe aus Edelstahl, bei ihnen besteht die Gefahr der Verkeimung bei gründlicher Reinigung nicht. Die teuersten Näpfe sind aus Keramik oder gar Porzellan, auch bei ihnen besteht diese Problematik nicht. Natürlich kann man aber auch normale Tellerchen oder Glasschalen aus dem eigenen Küchenschrank nehmen.

Wichtig ist vor allem die Form, schmale und hohe Gefäße sind als Napf nicht so geeignet, da die Katze bei ihnen beim Essen mit den Schnurrhaaren an die Seiten stößt und sich bemühen muss an das Futter ran zu kommen. Das gilt auch für manche Näpfe aus dem Fachhandel, je breiter und flacher, desto besser.

Je nach dem Essverhalten ihrer Katze bietet es sich auch an, ein Set unter den Napf zu legen. Manche Katzen schieben beim Essen mit der Nase das Futter über den Rand, andere nehmen einen Bissen, legen ihn neben dem Napf ab um ihn dann in Ruhe zu essen.

Wasser sollte man am besten nicht neben dem Fressnapf anbieten, da manche Katzen dann nicht so gut trinken. In der freien Wildbahn haben sie ihre festen Wasserstellen im Revier verteilt, das kann man auch in der Wohnung gut umsetzen. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel über „Wasser - wichtiges Lebenselixier

 

Feste Fütterungszeiten oder Futter zur freien Verfügung?

Zu dieser Frage gibt es zwei unterschiedliche Theorien. Die eine besagt, dass Katzen in der Natur öfters am Tag ihr kleines Beutetier fangen und dem entsprechend auch öfters am Tag zum Napf gehen können müssen. Auch kann man beobachten, dass Katzen, wenn sie nach der Hälfte der Maus satt sind, diese verscharen und später wieder ausbuddeln um sie weiter zu essen. Die andere behauptet, dass Katzen, die ständig Futter zur freien Verfügung haben, kein Hungergefühl mehr entwickeln, weil sie das Essen ständig riechen. Sie müssen aufgrund des Verhaltens Ihrer Katze selbst entscheiden, was bei ihr am besten passt.

Für Kitten und kranke Tiere reicht auf jeden Fall eine zweimalige Fütterung am Tag nicht aus. Für verfressene Katzen, die ihr natürliches Sättigungsgefühl verloren haben, wäre Futter zur freien Verfügung gesundheitsschädlich. Bei beiden Varianten sind jedoch feste Fütterungszeiten – die Routinen am Tag, die Katzen ein Sicherheitsgefühl geben – wichtig.

Ich selbst bin Anhänger der ersten These, meine Katzen haben ihr Futter den ganzen Tag zur freien Verfügung. Meine Katzen sind rank und schlank, hören immer auf zu essen, wenn sie satt sind, ich muss sogar jeden Tag Futter wegwerfen das übrigbleibt. Sie freuen sich aber trotzdem auch jeden Tag auf die drei Zeitpunkte, die unsere festen Fütterungszeiten sind.

Falls Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, laden wir Sie herzlich in unsere Forum ein: Forum von Petsnature

 

© Katja Tuszynski 2009 – www.marcating.de
© Foto: Katja Tuszynski