Artgerechte Katzenhaltung in Wohnung möglich?

Um diese Frage zu beantworten, bedarf es erstmal der Begriffsklärung „artgerecht“. Seit einiger Zeit wird bei der Nutz- und Haustierhaltung immer mehr auf die Haltungs- und Lebensbedingungen geachtet. Die Menschen sind auf dem Weg zu erkennen, dass Tiere Lebenswesen sind, denen wir Achtung, Dankbarkeit und Respekt schulden. Es liegt in unserer Verantwortung den Tieren, die wir „nutzen“ und lieben ein ihnen angemessenes Leben zu bieten. Unser Umgang mit den Tieren oder auch der Natur spiegelt unseren Respekt dem Leben auf dieser Welt im Allgemeinen wider.

Mit dem Begriff „artgerecht“ wird eine Form der Tierhaltung beschrieben, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen des jeweiligen Tieres orientiert, wobei die Möglichkeit eines Tieres seine angeborenen Verhaltensweisen leben zu können spezielle Berücksichtigung findet.  Die besondere Herausforderung bei dieser Aufgabe liegt in einer adäquaten Anpassung an die Lebensräume, die wir Menschen in den letzten Jahrhunderten geschaffen haben. In der westlichen Welt erleben wir eine zunehmende Verstädterung, die Gesamtbevölkerungszahl steigt immer weiter und unsere geschaffene Umwelt wird für viele Tierarten immer gefährlicher.

Für die Katzen bedeutet das zum Beispiel, dass sie bei einer Freigangshaltung in der westlichen Welt eine nur halb so hohe durchschnittliche Lebenserwartung haben wie eine reine Wohnungskatze. Unsere geschaffene Umwelt hat die Risiken für eine Katze sich draußen frei zu bewegen drastisch erhöht.

Für viele ist der Begriff artgerechte Katzenhaltung untrennbar mit ungesichertem Freigang verbunden. Doch wenn man sich die obige Begriffserklärung von „artgerecht“ anguckt, dann spielen mehrere Faktoren bei der artgerechten Haltung von Katzen eine Rolle:

  • Haltungsform
  • Gestaltung des Lebensraumes + Bewegungsmöglichkeiten
  • Einzel- oder Gruppenhaltung
  • Artgerechter Umgang
  • Ernährung

 
Dies ist inzwischen auch im Tierschutzgesetz vom 18. Mai 2006 sagt bezüglich der Tierhaltung in § 2 verankert:

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

1.    muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2.    darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3.    muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

In Bezug auf die Haustierhaltung ist da jedoch noch ein großer Handlungs- und Aufklärungsbedarf gegeben. Leider fristen viele Haustiere aller Art ein einsames, beschränktes und trauriges Leben.

Ich finde schon allein der Begriff Katzen- oder Hundebesitzer, der viel verbreiteter ist als Katzen- oder Hundehalter – ist mit der artgerechten Haltung nicht vereinbar. Ein Tier ist ein Lebewesen wie wir und Lebewesen kann man nicht besitzen. Wenn ein Mensch das Eigentum eines anderen Menschen ist spricht man von Sklaverei. Da Handeln oft mit Denken anfängt, ist für mich der Begriff „Besitzer“ in der heutigen Zeit mit dem aktuellen Wissenstand nicht mehr akzeptabel.

Natürlich ist es großartig, wenn man seinen Katzen einen katzensicheren Garten bieten kann. Katzen sind Raubtiere, in einem gesicherten Garten können sie unbesorgt auf Mäuse-, Vögel- und Insektenjagd gehen. Aber Wohnungen im 6. Stock in einer Großstadt haben nun mal keine Gärten, doch man kann auch dort einen argerechten Lebensraum für Katzen schaffen. Folgende Punkte sollten dabei beachtet werden.

Artgerechte Gestaltung des Lebensraumes + Bewegungsmöglichkeiten

Katzen stellen andere Ansprüche an ihr Revier, als wir Menschen an unsere Wohnung. Sie erleben und nutzen einen Raum dreidimensional, bewegen sich gerne auf allen Ebenen und haben aufgrund ihrer Größe auch eine ganz andere Perspektive als wir. Jedes Möbelstück, das sie erklettern oder bespringen können vergrößert ihre Nutzfläche. Kratzbäume und Catwalks in luftigen Höhen, aber auch die oberste Fläche von Regalen und Schränken sind begehrte Alternativen zu Bäumen im Garten. Jede Wohnung lässt sich leicht in ein Kletterparadies für Katzen verwandelt. Neben dem Klettern ist auch die Bewegungsfreiheit wichtig. Das bedeutet, dass die Katzen in der Wohnung auch Rennstrecken haben müssen, sie brauchen Raum um im vollen Galopp durch die Wohnung toben zu können, es sollte also nicht alles voll gestellt sein. Auch wenn Katzen viele Stunden am Tag dösen, in der freien Wildbahn verbringen sie auch ein paar Stunden mit dem Jagen und Durchstreifen ihres Reviers, die auf eine Wohnung adaptierte Möglichkeit müssen wir ihnen bieten. Die auf Verhaltensmedizin spezialisierte Tierärztin Sabine Schroll beschreibt mit dem Satz „Think cat!“ sehr präzise, dass wir Katzenhalter unsere Perspektive verändern müssen um die Bedürfnisse unserer Katzen zu verstehen. Begeben Sie sich doch mal auf alle viere und erkunden Ihre Wohnung aus der Sicht von Katzen.

Neben dem Klettern ist es für Katzen auch wichtig Orte in ihrem Revier zu haben, an denen sie nach Herzenslust Kratzmarkieren können. Kratzmarkieren ist eine sehr wichtige Kommunikationsform, da unsere Katzen mit jedem Kratzer auch ihre persönliche Duftnote an markanten Stellen in ihrem Revier hinterlassen. Die markanten Stellen liegen gut erreichbar auf allen Wegen, die die Katzen durch ihr Revier (Wohnung) nutzen. Aus diesem Grund sollte man ihnen auch nicht das Kratzen an bestimmten Möbeln verbieten wollen, denn man sollte und kann ein angeborenes wichtiges Verhalten nicht verbieten. Mehr über das Kratzmarkieren erfahren Sie in unserem Artikel

An Möbeln kratzen – kratzmarkieren

Kratzbäume und Kratzbretter, die an den richtigen Stellen positioniert werden, können helfen Ihre Möbel zu schonen. Die Betonung liegt dabei auf „der richtigen Stelle“. Manch ungenutzter Kratzbaum wird nicht an sich verpönt, sondern steht einfach nur am falschen Platz. Auch hier gilt die Devise: Think cat! Außerdem ist Kratzbaum nicht gleich Kratzbaum, er sollte schon den Ansprüchen und der Ergonomie entsprechen. Der folgende Artikel kann Ihnen bei der Beurteilung eines Kratzbaumes helfen:

Die Qual der Wahl bei Kratzbäumen

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Rückzugs- und Schlafmöglichkeiten für Katzen. Jede Katze sollte mehrere Bettchen an für sie angenehmen Stellen zur Verfügung haben. Mit der Zeit werden Ihre Katzen Ihnen zeigen, welche Materialien sie als Schlafstätte bevorzugt und an welchen Orten in ihrem Revier sie am liebsten döst. Einige liegen gerne in luftigen Höhen, andere mögen es kuschelig in einer Höhlenkonstellation. Bettchen in Heizungsnähe sind oft sehr begehrte Plätze.  Wenn mehrere Katzen zusammenleben, kann man oft beobachten, dass einige Bettchen von allen Katzen genutzt werden, aber jede Katze auch mindestens einen Platz hat, den nur sie nutzt. Viele Katzen passen ihre Lieblingsplatzwahl auch den Jahreszeiten an.

Damit Ihre Katzen sich frei entfalten können, sollten sie jeden Raum in der Wohnung nutzen dürfen. Das gilt umso mehr, je kleiner eine Wohnung ist. Es gibt leider nicht wenige Katzenhalter, die ihren Katzen den Zugang zum Schlafzimmer verwehren, damit sie eine ungestörte Nachtruhe haben. Das ist vor allem für Einzelkatzen, deren Menschen den ganzen Tag arbeiten sind, besonders schlimm. Denn das reduziert ihre Kontaktzeit mit einem anderen Lebewesen enorm und Katzen sind an sich sehr gesellige Wesen. Deswegen plädiere ich immer für offene Schlafzimmertüren, denn es ist meist nur eine Frage des gegenseitigen Lernens und Arrangierens, die zu einem für Mensch und Katze befriedigenden Schlaf führen. Und was gibt es schöneres als mit einer an sich gekuschelten schnurrenden Katze einzuschlafen?

Auch für das stille Örtchen gibt es ein paar Punkte zu beachten. Bei Katzen sind urinieren und das große Geschäft zwei unterschiedliche Vorgänge, die in der freien Natur an unterschiedlichen Orten erledigt werden. Deswegen fordern auch viele Wohnungskatzen zwei Katzenklos für sich, für jedes Geschäft eines. Das ist auch der Grund dafür, warum immer ein Klo mehr als Katzen in der Wohnung vorhanden sein sollte. Die Ortswahl spielt auch eine wichtige Rolle, die Klos sollten an ruhigen Orten stehen, also zum Beispiel nicht neben der Waschmaschine oder in einem belebten Flur. Haubenklos mögen Katzen meistens auch nicht so gern, denn sie haben dann ihre Umgebung nicht im Blick. Und die Frage nach dem richtigen Katzenstreu füllt seitenweise Katzenforen. Mehr über das Klomanagement für Katzen finden Sie in unserem Artikel

Katzenklo

Kommen wir zur Gestaltung des Fressplatz, auch hier gibt es ein paar wissenswerte Dinge. Katzen in freier Wildbahn haben meist mehrere Wasserstellen, die in ihrem Revier verteilt sind. Aus diesem Grund sollten auch in der Wohnung an verschiedenen Stellen Trinknäpfe und/oder Zimmerbrunnen platziert werden. Der Platz des Futternapfes sollte an einem ruhigen Ort stehen, damit Ihre Katze auch wirklich ungestört essen kann. Mehr Informationen über diese beiden Themen finden Sie in unseren Artikeln

Wasser – wichtiges Lebenselixier

Die Gestaltung des Futterplatzes

Die Sicherheit Ihrer Katzen gehört auch zu den wichtigen Punkten bei der Gestaltung einer katzengerechten Wohnung. Es gibt leider unzählige traurige Katzenschicksale wegen nicht gesicherter Fenster und Balkone. Je nach Wohnungshöhe haben Abstürze aus offenen Fenstern und ungesicherten Balkonen schwere gesundheitliche oder tödliche Folgen. Deswegen sollte in jeder Wohnung, die man mit Katzen teilt, Fenster und Balkone katzensicher gestaltet werden. Es gibt inzwischen sowohl viele gute fertige Produkte wie auch Online-Shops und Handwerker, die sich auf individuelle Lösungen spezialisiert haben. Der folgende Artikel gibt Ihnen einen Überblick.

Balkon und Fenster sichern

Den Aufwand und die Kosten, einen Balkon katzensicher zu machen, sollte man auf keinen Fall scheuen, denn die meisten Katzen lieben ihren luftigen Logenplatz auf dem Balkon! Ein besonderes Schmankerl kann eine Katzenwiese auf dem Balkon sein. Sie ist natürlich nicht mit einer großen echten Wiese zu vergleichen, dennoch ist sie ein weiterer toller und beliebter Platz für Wohnungskatzen. Nehmen Sie dazu eine geeignete große Schale (zum Beispiel den unteren Teil eines großen Katzenklos oder einen kleinen Sandkasten für Kinder), füllen sie mit Erde auf und sähen normalen Rasen oder bestimmte Wiesengräser.

In einer Wohnung gibt es aber auch noch viele andere Gefahrenquellen für Katzen, es gilt die eigene Wohnung genauso katzensicher zu gestalten, wie man sie nach der Geburt eines Kindes kindersicher machen würde. Im folgenden Artikel finden Sie eine Übersicht über die häufigsten Gefahrenquellen in einem Haushalt. Die Risiken sind größer, als man sich erstmal vorstellen vermag, doch die Sammlung basiert auf den vielen traurigen Geschichten von verunglückten Katzen.

Gefahrenquellen für Katzen 

Einzel- oder Gruppenhaltung, was ist argerechter?

Das Katzen Einzelgänger sind ist ein leider immer noch weit verbreiteter Irrglaube. Katzen sind keine Einzelgänger, sondern Einzeljäger. Das ist ein himmelsweiter Unterschied. Katzen wachsen im Optimalfall mit mehreren Geschwistern und ihrer Mama auf und werden frühestens ab der 12. Lebenswoche vermittelt. In dieser Zeit lernen sie alles Wichtige für den Umgang mit anderen Katzen, das sie in die Lage versetzt, in Zukunft auch mit anderen Katzen glücklich zusammen zu leben. Katzen sind nämlich sehr soziale Tiere mit einer ausgefeilten Diplomatie! Natürlich gibt es vereinzelt auch Katzen, die Einzelgänger sind, doch in der Regel wurde sie vom Menschen dazu gemacht. Denn wenn Katzen jahrelang in Einzelhaltung gelebt haben und wie so oft viel zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt wurde, dann wurde sie jahrelang wider ihre Natur geprägt und käme mit Artgenossen nicht mehr klar.

Aus diesem Grund ist es am Besten, wenn von Anfang an mindestens zwei Katzen zusammen einziehen, oder man sich rechtzeitig nach einem Katzenkumpel für seine Katze umguckt. Dabei darf man aber natürlich nicht erwarten, dass alle Katzen von der ersten Sekunde an gleich dicke Freunde sind, natürlich wird jede weitere Katze immer erstmal als Eindringling ins eigene Revier betrachtet. Außerdem passen nicht alle Katzen zueinander: Alter, Charakter, Geschlecht, Vorgeschichte und Rasse sind wichtige Punkte, die bei der Wahl einer Zweitkatze eine wichtige Rolle spielen. In den folgenden Artikeln finden Sie viele Informationen rund um das Thema Gruppenhaltung:

Ein, zwei oder mehr Katzen


Zusammenführung von Katzen

Es ist rührend und eine unglaubliche Freude mehrere Katzen, die sich gut verstehen und mögen, zusammen zu beobachten und zu erleben. Sie toben und spielen miteinander, sie putzen sich gegenseitig und wenn sie es in ihrer Kittenzeit gelernt haben, dann kuscheln sie auch miteinander.

Artgerechter Umgang gehört zu einer artgerechten Haltung dazu

Der artgerechte Umgang mit Katzen ist ein wesentlicher Punkt für ein glückliches Katzenleben. Wir Menschen neigen gerne dazu unsere Katzen und ihr Verhalten zu vermenschlichen, doch damit tun wir ihnen keinen Gefallen. Katzen sind Katzen und sollten es auch sein dürfen! Wenn Sie noch unerfahren mit Katzen sind oder oftmals das Gefühl haben, Ihren Katzen nicht zu verstehen, dann empfehle ich den Gang in die Buchhandlung oder einen Spaziergang durchs Internet. Es gibt viele gute Bücher und Webseiten zum Thema Katzen, es ist spannend und auch befriedigend mehr über seine vierbeinigen Freunde zu erfahren.

Bei Katzen in reiner Wohnungshaltung sind wir Menschen als Animateure und Programmgestalter gefordert. Zum einen müssen wir dafür sorgen, dass sie sich ausreichend bewegen (Toben und Spielen), zum anderen ist es wichtig regelmäßig für das den Katzen angenehme Maß an Abwechslung zu sorgen. Katzen mögen zwar eine feste Routine, doch kleine spannende Abweichungen davon werden begrüßt!

Eine schöne Abwechslung ist zum Beispiel das regelmäßige Umdekorieren beweglicher Katzenmöbel und Spielsachen. Damit meine ich unter anderem Kartons, Rascheltunnel und Co. Diese können alle paar Tage durch die Wohnung „wandern“ und bieten so jedes Mal eine neue Attraktion, die beguckt und erschnüffelt werden muss. Eine gute Idee ist zum Beispiel ein neuer Karton gefüllt mit Heu aus der Tierhandlung, oder ein überspringbares Hindernis auf der Schwelle zum Wohnzimmer. Man kann seinen Katzen kleine Parcours bauen, mit ihnen in der Wohnung verstecken spielen und sich gegenseitig Jagen und Fangen. Mehrere Katzen machen das zwar auch miteinander, doch auch wir Menschen werden zu diesen Spielen gerne eingeladen, schließlich sind wir ja auch eine wichtige Bezugsperson für unsere Katzen.

Spiele für und mit Katzen

Neben dem gemeinschaftlichen Toben ist auch die am besten mehrmals tägliche Spielzeit sehr wichtig für unsere Katzen. Altes Spielzeug wird schnell vertraut, nimmt einen vertrauten Geruch an, deswegen sollten wir immer für neuen Nachschub sorgen. Und bitte denken Sie nicht, es reicht einfach eine Katzenangel vor der Nase Ihrer Katze baumeln zu lassen, nein, mit ihrem Einzug haben wir den Job des Animateurs übernommen. Zum Glück bestimmt in diesem Fall die Nachfrage das Angebot, vor allem online kann man sehr viele gute und ausgefallene Katzenspielsachen finden.

Spiel und Spaß für die Katze – das besondere Katzenspielzeug

Man kann allerdings auch einiges an Katzenspielzeug selber basteln, Sie kennen ja die Vorlieben Ihrer Katzen (Federn oder Bänder, Bälle oder Schlangen usw.), ein Blick in eine gut sortierte Kurzwarenhandlung und Ihre Phantasie läuft auf Hochtouren.

Katzenspielzeug selber machen

Generell gilt, je mehr Sie Ihre Katzen verstehen und artgerecht behandeln, je besser Sie Ihren Job als Katzenanimateuer erledigen, desto glücklicher und ausgelasteter sind Ihre Katzen! Ihr Lohn: zufriedene Katzen.

Artgerechte Ernährung

Zum Schluss wenden wir uns noch dem Thema Ernährung zu. Eine hochwertige und artgerechte Ernährung fördert die Gesundheit Ihrer Katzen bis ins Alter. Man kann Gesundheit tatsächlich füttern. Natürlich kann eine gesunde Ernährung nicht jede Art von Krankheit verhindern oder Veranlagungen verändern, aber es gibt gewisse Katzenkrankheiten in der westlichen Welt, die inzwischen auf eine falsche Ernährung zurückzuführen sind.

Es gibt generelle Erkenntnisse, dass die artgerechteste Ernährung eine Rohfleischfütterung (BARF) ist, dass Nassfutter mehr der Biologie von Katzen entspricht als Trockenfutter und dass eine einseitige Ernährung zu Mangelerscheinungen führen kann. Auch die hierzulande weit verbreitete Fettleibigkeit von Katzen ist körperlich und psychisch ungesund für unsere Katzen.

Im Sinne unserer Verantwortung des uns anvertrauten Lebens und der Gesundheit unserer Katzen ist es wichtig, sich etwas in das Thema Ernährung von Katzen einzuarbeiten. In unserem Katzenratgeber Ernährung finden Sie alle wichtigen Themen zusammengefasst und verständlich aufbereitet.

Katzenratgeber Ernährung


Sie sehen, man kann einiges unternehmen, um seinen Katzen auch in der Wohnung eine artgerechte Lebensgestaltung zu bieten. Viel Aufmerksamkeit und Liebe, tägliche spannende Spiele und „Katzensport“ und ein katzengerecht gestalteter Wohnraum können eine adäquate Alternative zum nicht jedem Menschen möglichen Garten sein.

Zwei Buchempfehlungen zum Thema, die Autorin ist die auf Verhalten spezialisierte Tierärztin Sabine Schroll:

  • Sabine Schroll: Miez, Miez na komm! – Artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung
  • Sabine Schroll: Aller guten Katzen sind…? – Der Mehrkatzen-Haushalt


Für weitere Fragen und Ideen zum Thema stehen wir Ihnen gerne in unserem Forum zur Verfügung: Pet Club

© Katja Tuszynski 2013 – www.marcating.de

Quellen Fotos: Katja Tuszynski