Die Rolligkeit einer Katze

Als Rolligkeit wird bei einer Katze die Phase der Paarungsbereitschaft bezeichnet. In dieser Phase reibt sie sich mehr als sonst an allen möglichen Gegenständen, rollt sich auf dem Boden und streckt ihr Hinterteil in die Luft. Letzteres ist die Aufforderung an den Kater sie zu decken. Viele Katzen maunzen während dieser Zeit auch mehr und lauter als sonst. Manche Katzen neigen auch zum Spritzharnen in dieser Zeit. Viele fressen in dieser Zeit auch weniger oder gar nicht.

Eine gesunde Katze kann ihre Geschlechtsreife und damit ihre erste Rolligkeit zwischen dem 4. und 12. Lebensmonat erreichen. Das hängt nicht nur von den inneren Faktoren des Wachstums, sondern vor allem auch mit den äußeren Faktoren zusammen. Die Rolligkeit – auch bei erwachsenen Katzen -  also ihr hormoneller Zyklus wird auch durch die Länge des Tageslichtes beeinflusst. Bei Tageslichtlängen von über 14 Stunden pro Tag durchläuft sie immer wieder alle Stadien ihres Sexualzykluses (Wikipedia: Sexualzyklus), bei Tageslichtlängen von 8 bis 14 Stunden verlangsamt er sich und bei unter 8 Stunden Tageslicht am Tag fallen Katzen in ihre Geschlechtsruhe. Aus diesem Grund sind Katzen in unseren Breitengraden im Winter nicht rollig. Bei Wohnungskatzen kann aufgrund der künstlichen Beleuchtung diese Geschlechtsruhe nicht stattfinden.

Wichtig: Eine Katze kann nach der Geburt innerhalb von 1 bis 4 Wochen wieder rollig werden!

Dauerrolligkeit

Für Katzen mit denen nicht gezüchtet wird, besteht aufgrund der Nicht-Deckung die große Gefahr der Dauerrolligkeit. Bei einer Katze die während ihrer Rolligkeit nicht gedeckt wird, beginnt die nächste Rolligkeit 9 bis 14 Tage später.  Die Dauerrolligkeit kann verschiedene Ursachen haben:

Schweizer Vereinigung für Kleintiermedizin

Zu dem birgt die Rolligkeit auch ein hohes Risiko für die Gesundheit der Katze. Die hormonelle dauerhafte Veränderung erhöht die Gefahr an Gebärmuttererkrankungen oder Gesäugekrebs zu erkranken. Aus diesem Grund ist eine Kastration, also die vollständige Entfernung der Eierstöcke, immer zu empfehlen. Außerdem erhöht sie in der Regel auch die Lebenserwartung der Katze.

Von einer Sterilisation dagegen ist ab zu raten. Hierbei werden nur die Eileiter durchtrennt werden, somit findet der Sexualzyklus weiter statt und die Gefahr der Dauerrolligkeit und ihrer gesundheitlichen Schäden besteht weiter.

Rolligkeitsunterdrückung

Viele Züchter greifen auf die medikamentösen Mittel einer Rolligkeitsunterdrückung zurück, wenn eine rollige Katze gerade nicht für einen Deckakt vorgesehen ist. Es gibt hierfür Mittel sowohl im schulmedizinischen als auch im homöopathischen Bereich. Beide Mittel können zu Nebenwirkungen führen und sollten nur vorübergehend gegeben werden. Wenn klar ist, dass eine Zuchtkatze nicht mehr belegt wird, sollte diese kastriert werden.

Die Rolligkeit bedeutet für die Katze Stress, ihr normales alltägliches Verhalten verändert sich mit der hormonellen Umstellung. Ihr ganzes Gebaren ist nun auf Paarung und Fortpflanzung ausgerichtet. Viele Katzen nehmen dabei stark ab. Gerade bei rolligen Wohnungskatzen, die mit anderen kastrierten zusammenleben, kommt es auch oft zu „Kommunikationsmissverständnissen“ zwischen den Katzen. Rollige Freigängerkatzen können sich während es Deckaktes mit gefährlichen Krankheiten infizieren. Viele Menschen amüsieren sich auch über das andere Verhalten ihrer rolligen Katze, dabei ist es wirklich nicht witzig.

Katzen sollten unbedingt kastriert werden! Es ist für Ihre Katze sowohl körperlich als auch psychisch wesentlich gesünder!

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© Katja Tuszynski 2009 – www.marcating.de

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