Katzenklo

Das Katzenklo ist unter Katzenfreunden ein sehr wichtiges Thema, kann doch ein „falsches“ Klo, ein der Katze nicht genehmer Ort oder eine ihr nicht gefallende Streu zu Unsauberkeit führen.

Zum Thema Katzenstreu finden Sie alle wichtigen Informationen in unserem Artikel:

Welche Katzenstreu ist die richtige?

Das Thema Unsauberkeit wird im folgenden Artikel genau unter die Lupe genommen:

Unsauberkeit bei Katzen

Doch zurück zum Katzenklo. Katzenfreunde schätzen an ihren felligen  Mitbewohnern, dass sie nicht wie Hunde mehrmals täglich Gassi gehen müssen, sondern daran gewöhnt werden können, ein Katzenklo in der Wohnung zu benutzen.

Das liegt an dem normalen Revierverhalten von Katzen, wenn sie draußen leben. Auch dort haben sie ihre festen Orte, meistens nach Kot- und Urinplätzen unterteilt. Je nach Größe des Reviers gibt es einen oder mehrere solcher Plätze. Sie sind oftmals an den Reviergrenzen zu finden und meistens verbuddeln die frei lebenden Katzen auch ihre Hinterlassenschaften. Damit markieren sie ihr Revier, der Kot riecht für Katzen auch aus einer Erdschicht heraus, andererseits provozieren sie keine anderen Katzen mit ihrem unbedeckt herumliegenden Kot.

Katzen, die ihren Kot nicht verbuddeln, betonen entweder innerhalb einer Katzengruppe eine gewisse dominante Stellung oder wollen ihre bisherige Stellung verändern.

Das Kloverhalten von Katzen dient also nicht ausschließlich zur Entsorgung der Exkremente, sondern auch als Kommunikationsmittel.

Welche Katzenklos gibt es?

Die Heimtierzubehör-Hersteller bieten die verschiedensten Formen an. Die wichtigste Unterscheidung liegt zwischen offenen Klos und Haubentoiletten. Manche Katzen haben das Bedürfnis, alles bei ihrem Klogang gut überblicken zu können, andere ziehen die Abgeschiedenheit einer Haube vor. Diese beiden Kloformen gibt es in verschiedenen Größen und Formen, passend für Ecken oder gar „selbstreinigend“.

Da viele Katzen zum ausführlichen Buddeln und Scharren neigen, ist ein für den Menschen wichtiger Punkt die Höhe der Kloränder, denn je höher ein Klo, desto weniger Streu kann die Katze darüber hinwegschauffeln.

Kreative Katzenhalter haben inzwischen auch noch andere Gefäße als die handelsüblichen Katzenklos entdeckt. Mörtelwannen, Babybadewannen oder bestimmte Aufbewahrungskisten vom großen schwedischen Möbelhaus bieten einen wesentlich höheren Rand als die eigentlichen Katzenklos, ohne für die Katze zu hoch zu sein. Diese Variante wird vor allem auch gerne von Menschen genutzt, die einem vierbeinigen Stehpinkler ein Heim bieten. Durch die wesentlich höhere Umrandung kann auch bei diesen nichts mehr daneben gehen.

Zubehör zum Katzenklo

Natürlich gibt es schönere Dinge im Leben, als ein Katzenklo zu reinigen, deswegen hat sich die Industrie auch einiges einfallen lassen, um unser Leben bei dieser Tätigkeit zu vereinfachen.

Es gibt die unterschiedlichsten Katzenstreuschauffeln, Vorleger fürs Katzenklo, die die Streuverteilung in der Wohnung durchs Haften an den Katzenpfoten vermindern, spezielle Katzenstreu-Mülleimer, Filter und Deo für Haubenklos, Plastikeinlagen zur leichteren Entfernung vom gesamten Streu und die oben schon erwähnten unterschiedlichsten Katzenstreus mit oder ohne Eigenduft.

Über Sinn oder Unsinn kann man diskutieren, Sie entscheiden, was Sie für sinnvoll halten, Ihre Katzen entscheiden, ob Sie es nutzen dürfen.

Welcher Ort ist für das Katzenklo der Beste?

Über die Wahl des Ortes können Sie und Ihre Katze sehr unterschiedlicher Meinung sein, entscheidend ist hierbei aber die Meinung Ihrer Katze, da es sonst zu Unsauberkeit führen kann.

Aus Katzensicht völlig unmögliche Orte sind:

  • in Futterplatznähe
  • in Wasserplatznähe
  • neben Waschmaschinen oder ähnlich krachmachenden Dingen
  • an unruhigen, stark von Ihnen benutzten Orten

Suchen Sie in Ihrer Wohnung ruhige Orte für die Katzenklos aus, Ihre Katze wird es Ihnen danken! Sollten Sie mehrere Klos haben, dann ist es besser, sie an verschiedenen Orten zu verteilen, da zwei direkt nebeneinander stehende Klos von Ihrer Katze als eines angesehen werden.

Katzen fühlen sich während des Urinierens und Kotens leichter verwundbar, das ist mit eine Ursache, warum der richtige Ort so eine wichtige Rolle spielt, genauso wie die Anzahl der Klos.

Wie viele Klos braucht eine Katze zum glücklich sein?

Als Antwort gibt es eine ganz klare Regel von den Katzenpsychologen: mindestens 1 Klo mehr, als Katzen bei Ihnen leben!

Das hängt zum einen mit dem oben beschriebenen natürlichen Revierverhalten von frei lebenden Katzen zusammen, aber auch im Falle von mehreren Katzen mit der interkätzischen Diplomatie.

Manche Katzen haben das tief verwurzelte Bedürfnis, Urin und Kot nicht an den gleichen Stellen zu verscharren. Andere wiederum wollen ihre Exkremente nicht am gleichen Ort verscharren wie die anderen. Oder – im Falle von mehreren Katzen – zwei Katzen müssen gleichzeitig aufs Klo. Aufgrund des kätzischen Verhaltenskodex würden zwei erwachsene Katzen niemals zur gleichen Zeit aufs gleiche Klo gehen.

Ich habe leider schon öfters lesen müssen, dass Menschen mit zwei oder mehr Katzen stolz sagten, dass ihren Katzen ein gemeinsames reichen würde. Das ist zum Einen dann tatsächlich eine Glückssache, das es klappt; trotzdem haben diese Katzen grundsätzlich ein etwas höheres „Stresslevel“, als wenn mehrere Klos zur Verfügung ständen. Ein gänzlich unwissenschaftlicher Vergleich ist der mit einer Großfamilie, die nur ein Bad mit Klo zur Verfügung hat. Auch dort klappt es, alle Menschen gehen auf das eine Klo, zu Reibereien kommt es aber trotzdem.

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© Katja Tuszynski 2009 – www.marcating.de

Fotoquelle: Claudia F. - Vielen Dank für die Überlassung!