Welche Katzenstreu ist die richtige?

Unzählige Beiträge in Katzenforen beweisen, dass diese Frage zum einen die Gemüter bewegt und zum anderen, dass sie letztendlich immer nur der jeweilige Mensch für sich selbst beantworten kann. Allerdings haben unsere Katzen dabei auch ein schwerwiegendes Mitspracherecht. In diesem Artikel stelle wir alle gängigen Streuarten mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Bentonitstreu

Bentonit ist ein Gestein, das aus verschiedenen Tonmaterialien besteht und eine hohe Wasseraufnahme- und Quellfähigkeit hat. Es hat eine poröse Struktur.

Bentonit

Die meisten handelsüblichen Katzenstreus bestehen aus Bentonit. Es ist je nach Qualität fein- oder grobkörniger, manche Hersteller geben auch Duftstoffe wie Babypuder, Zitrone oder Vanille hinzu. Ein weiterer Qualitätsunterschied ist die jeweilige Saugkraft, die von der Höhe des Tonanteils Montmorillonit abhängt. Auch spielt die Fähigkeit, Gerüche zu binden, eine Rolle.

Sie finden Bentonitstreus in allen Supermärkten und Drogerieketten sowie in Fachhandlungen und Onlineshops. Die höherwertigen Streus sind meist fein wie Sand gemahlen. Es gibt sie sowohl als Klumpstreu, als auch ohne Klumpenbildung. Mit Klumpstreu ist gemeint, dass der Urin vom Ton aufgesaugt wird und einen einfach zu entfernenden Klumpen bildet.

Bentonitstreus haben aber auch drei Nachteile:

  • Sie sind sehr schwer,
  • je nach Qualität stauben sie sehr stark und
  • sie sind nicht komplett biologisch abbaubar.

Planzenstreu

Pflanzenstreus basieren auf Pflanzenfasern, wie der Name schon sagt. Auch diese Streus gibt es sowohl mit als auch ohne Klumpeigenschaft. Pflanzenstreus verfügen aufgrund des Kapillarsystems der verwendeten Pflanzenfasern über eine hohe Saugkraft und binden Gerüche sehr effektiv.

Im Gegensatz zum Bentonitstreu sind sie wesentlich leichter, stauben weniger und sind komplett biologisch abbaubar. In den meisten Fällen ist eine Streu auf pflanzlicher Basis verdaulich, was sie zum idealen Streu für Kitten macht, die ihren Toiletteninhalt gern einmal probieren und die Streu fressen. Der Nachteil liegt allerdings auch in der Leichtigkeit der einzelnen Streustücke, sie verteilen sich leichter und schneller in der ganzen Wohnung.

Silikatstreu

Silikate sind einfach ausgedrückt Salze. Bei den für Katzenstreu verwendeten Silikaten handelt es sich um ein sehr saugfähiges und natürlich vorkommendes Produkt. Im Gegensatz zu den beiden vorher erwähnten Streus ist es nur als nicht klumpende Streu erhältlich. Ein Vorteil liegt in der Staubarmut, daher ist Silikatstreu auch sehr gut für Allergiker geeignet. Außerdem ist das Streu auch wesentlich leichter als Bentonitstreu.

Die Qual der Wahl

Welche Streu nun für Sie und Ihre Katze die beste ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Ein wichtiger ist Ihre Nase; jeder Mensch hat ein anderes Geruchsvermögen, der eine riecht bei Holzstreu keinen Toilettengeruch, dem anderen stinkt es bei Silikatstreu zu sehr. Da hilft nur Ausprobieren.

Ein beinahe noch gravierenderer Faktor sind Ihre Katzen. Manche bevorzugen sehr feine Streu, anderen ist die Buddelqualität sehr wichtig. Wenn Sie nacheinander verschiedene Streus ausprobieren, sollten Sie am besten immer ein Klo mit der gewohnten Streu gefüllt lassen. So können Sie auch sehr gut beobachten, ob sie die neue besser annimmt oder weiterhin die "alte" Einstreu bevorzugt.

Unterschätzen Sie Ihre Katzen bitte nicht. Für manch ein Unsauberkeitsproblem hat sich letztendlich schon eine neue Streu als verantwortlich gezeigt, die Mensch so gerne genommen hätte, wo die Katze aber ganz anderer Meinung war. DIE perfekte Streu gibt es nicht. Irgendwelche Kompromisse hinsichtlich Staub, Geruch oder Gewicht muss man immer eingehen.

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© Katja Tuszynski 2009 – www.marcating.de

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