Arzneimittelunverträglichkeiten und Nebenwirkungen

Einige Medikamente haben neben der erwünschten Wirkung - der Heilung einer Krankheit - auch unerwünschte Nebenwirkungen. In der Regel sind der Großteil der Patienten nicht von Nebenwirkungen betroffen, aber sie kommen vor und sind auch gut dokumentiert. Hier lohnt sich ein Blick in den Beipackzettel des Medikaments. Wie überall im Leben können auch Arzneimittel zu Allergien oder Unverträglichkeiten führen.

Nebenwirkungen

Unerwünschte Nebenwirkungen sind Reaktionen des Körpers auf die eingenommene Medizin, die mehr oder minder das Wohlgefühl beeinträchtigen oder die Symptome der Krankheit verschlimmern können. Welche genau das sein können muss immer genau im Beipackzettel aufgeführt sein. Am Besten heben Sie diese Packungsbeilage für die Dauer der Behandlung auf.

Eine bekannte Medikamentengruppe die öfter zu Nebenwirkungen führen kann, sind Antibiotika. Sie werden bei bakteriellen Infektionen vom Arzt verschrieben. Antibiotika töten Bakterien, indem sie deren Zellwand auflösen oder verhindern ihre Vermehrung. Dabei können sie nicht zwischen dem Krankheitserreger und den natürlich im Körper vorkommenden Bakterien unterscheiden. Alle Säugetiere besitzen eine natürliche Bakterienflora im Darm, sie ist Bestandteil unseres Immunsystems. Die Einnahme eines Antibiotikums kann notwendige Bakterien im Darms vernichten, deswegen ist Durchfall eine häufige Nebenwirkung. Es kann nach einer Antibiotikatherapie nötig und hilfreich sein, die Darmflora mit geeigneten Mitteln zu unterstützen und wieder aufzubauen. Mehr über die Wirkung von Antibiotika finden Sie hier:

Wikipedia über Antibiotika

Richtige Einnahme von Antibiotika

Ein weiteres nebenwirkungsreiches Medikament ist Kortison. Kortison ist ein körpereigenes Hormon und wird von der Nebennierenrinde hergestellt. Wenn es therapeutisch verwendet wird, liegt die tägliche Dosis meist über dem natürlichen Hormonspiegel, weshalb es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann. Eine Wirkung von Kortison ist die Unterdrückung des Immunsystems, das ist vor allem bei allergischen Erkrankungen sehr wichtig. Die Folge ist eine größere Infektanfälligkeit. Kortison wirkt außerdem entzündungshemmend, es wird für chronische Entzündungsprozesse – sowohl auf Organebene, als auch bei Hauterkrankungen - eingesetzt. Die bekannten Nebenwirkungen wie zum Beispiel Wassereinlagerungen im Gewebe, Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Gewichtszunahme und Infektanfälligkeit treten vor allem auf, wenn Kortison über einen längeren Zeitraum verabreicht wird.

Mehr über die Wirkung von Kortison finden Sie hier:

Wikipedia über Kortison

Nebenwirkungen von Kortison

Generell kann jedes Medikament zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, bitte beobachten Sie Ihre Katze genau und informieren Sie im Zweifel immer sofort Ihren Tierarzt.

 

Arzneimittelüberempfindlichkeit

Eine weitere bekannte Reaktion auf Medikamente sind allergische oder pseudoallergische Reaktionen. Einfach ausgedrückt reagiert der Körper auf das Medikament, als wäre es ein Erreger oder er verträgt den Wirkstoff nicht. Es kann zu Hautirritationen (Rötungen, Blasenbildung, Ekzemen), Atem- und Kreislaufproblemen bis hin zu einem anaphylaktischen Schock kommen. Weitere Überempfindlichkeitsreaktionen sind Erbrechen, Durchfall, Speicheln oder Schaum aus Mund oder Nase, Anschwellen des Kopfes oder der Schleimhäute sowie ein torkelnder Gang.

Wenn Ihre Katze nach der Einnahme auf ein Medikament besonders reagiert, ist sofort der Tierarzt zu informieren. Er entscheidet ob es eine Unverträglichkeit oder eine Nebenwirkung ist und wie am Besten weiter vorgegangen werden soll. Wenn er außerhalb der Sprechzeiten nicht zu erreichen ist, sollte sicherheitshalber in der nächstgelegenen Tierklinik angerufen werden.

Wenn Sie sich weiter über das Thema austauschen möchten, besuchen Sie doch das Forum von Petsnature.


© Katja Tuszynski 2009 – www.marcating.de

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