Toxoplasmose bei Katzen

Der Erreger Toxoplasma gondii gehört zur Gattung der Kokzidien und Katzen sind der natürliche Endwirt dieses Parasiten. Er kann aber auch alle anderen Säugetiere inklusive des Menschen und Vögel befallen. Er ist weltweit verbreitet und Studien in Deutschland haben nachgewiesen, das 45 – 75 % (je nach Studie) Antikörper gegen Toxoplasmose haben. Antikörper bedeuten in diesem Zusammenhang, dass die jeweilige Katze irgendwann mal mit dem Erreger infiziert war und ihr Immunsystem nach der Erkrankung Antikörper produziert. Die betroffene Katze ist somit immun.

Eine gute und genaue Beschreibung des Erregers Toxoplasma gondii und seinen Infektionszyklus bietet Wikipedia:

Toxoplasmose bei Wikipedia

Ansteckung

Die beiden primären Ansteckungswege sind zum einen rohes Fleisch und zum anderen Katzen.

Rohes Fleisch: Alle Tierarten, die in Mitteleuropa Fleischlieferanten sind, können von Toxoplasmose – Erregern befallen werden. Bei jeder Tierart konnten in Studien im Blut Antikörper nachgewiesen werden. Rohes Fleisch gilt sowohl für die Katze als auch für den Menschen selbst als häufigste Ursache für die Erkrankung an Toxoplasmose.

Katzen: Bei rund 70 % aller Katzen sind im Blut Antikörper nachweisbar, jedoch nur 0,6 – 1,3 % scheiden über den Kot den Erreger aus. Eine Ansteckung für andere Katzen oder den Menschen ist nur bei direktem Kontakt mit betroffenem Kot möglich. Katzen die in ländlicher Umgebung leben und sich frei draußen bewegen, sind wesentlich häufiger von Toxoplasmose betroffen als reine Wohnungskatzen.

Krankheitsverlauf

Eine gesunde und erwachsene Katze zeigt in der Regel keine bis geringe Symptome (z. B. geringer Durchfall), wird mit dem Erreger alleine fertig. Zu heftigeren Krankheitsverläufen kann es dagegen bei jungen und kranken Katzen kommen, diese sollten auf jeden Fall behandelt werden. Folgende Symptome können bei einer Toxoplasmose auftreten:

  • Durchfall
  • Blutiger Kot
  • Fieber
  • Lymphknotenschwellungen
  • Husten
  • Atembeschwerden
  • Gelbsucht
  • Augenentzündungen
  • Entzündung des Herzmuskels oder der Skelettmuskulatur
  • Hirnhautentzündung
  • plötzlicher Tod bei Katzenwelpen

Im Falle einer chronischen Erkrankung an Toxoplasmose kann es zu Gangstörungen und Schüttelkrämpfen, Magen-Darm-Beschwerden, Abmagerung und Entzündungen der Augen kommen. Eine chronische Erkrankung kann nur bei Katzen mit einem gestörten Immunsystem auftreten.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und nach dem Alter sowie dem Allgemeinzustand der Katze. Wie oben schon erwähnt, haben gesunde erwachsene Katzen keine bis nur sehr geringe Symptome und bewältigen den Erreger von alleine. Bei diesen Katzen raten viele Tierärzte von einer Behandlung mit Kokzidiostatika ab, das diese Medikamente meist sehr nebenwirkungsreich sind. Bei stärkeren Krankheitsverläufen und bei Katzen mit einem geschwächten Immunsystem ist jedoch eine Behandlung angeraten. Neben dem klassischen Schulmedizinischen Weg gibt es auch hier alternative Behandlungsmethoden wie zum Beispiel in der Homöopathie. In beiden Fällen sollte auf jeden Fall ein Tierarzt oder ein ausgebildeter Homöopath die Behandlung durchführen und begleiten.

Bedeutung für den Menschen

Bei Toxoplasmose handelt es sich um eine so genannte Zoonose, eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheit. Bei rund 90 % aller an Toxoplasmose erkrankter Menschen verläuft die Erkrankung beschwerdefrei und symptomlos. Allerdings besteht ein erhebliches Risiko bei Schwangeren für das noch ungeborene Kind. Aus diesem Grund wird schwangeren Frauen  empfohlen, während der Schwangerschaft neben einigen anderen Verhaltensmaßnahmen - wie kein rohes Fleisch zu essen - keine Katzenklos zu säubern.

Toxoplasmose und Schwangerschaft

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© Katja Tuszynski 2009 – www.marcating.de
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Quellen:

Wikipedia
Tierärztliche Klinik Birkenfeld