Katzenrassen

Erste Hauskatzen in Ägypten

Obschon es auch ältere Hinweise gibt, nahm die Domestizierung der nubischen Falbkatze vermutlich 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung im landwirtschaftlich orientierten Ägypten und in Mesopotamien ihren Anfang.

Hier wurde die Katze nicht nur als die Vertilgerin von in den Kornkammern des Landes reichlich vorkommenden Mäusen verehrt und zum Apportieren von Flugwild genutzt, sondern erreichte um 1500 v.u.Z. einen religiösen Kultstatus- sie hatte mit der katzenköpfgen Göttin Bastet sogar eine Vertreterin im damaligen Pantheon.

Wer eine Katze tötete, konnte deswegen selber zum Tode verurteilt werden. Die Verehrung reichte so weit, dass Katzen nach ihrem Tode einbalsamiert und feierlich mit Grabbeigaben z.B. in Form von einbalsamierten Mäusen oder Milch bestattet wurden. Auch Pharaonen wurden Katzen mit ins Jenseits gegeben. 
Die Kehrseite dieser Verehrung bestand für die Katzen jedoch darin, dass sie speziell als Opfertiere gezüchtet und rituell getötet wurden.

Wandmalerien aus Ägypten zeigen eine Katze mit einem Halsband (Grabgemälde aus Sakkarah nach 2750 v.u.Z.) oder Katzen als die Verkörperungen von Gottheiten (Katzengöttin am Grab von Nachtamun um 1425 v.u.Z., siehe Bild). 

Die Geschichte der Hauskatze

Erst 500 v.u.Z. gelangte die Katze nach Griechenland, möglicherweise trotz des "Exportverbotes" aus Ägypten als Schädlingsbekämpfer eingeschmuggelt, und schließlich nach Italien, wo sie 400 Jahre später die bisher für die Schädlingsbekämpfung gehaltenen Frettchen im alten Rom verdrängt -nicht zuletzt, weil sie sich durch ihren Hang zur Reinlichkeit besser als Haustier eignete.

Im nördlichen Europa waren Katzen dagegen selten und kostbar - das änderte sich erst im 10. Jahrhundert n.u.Z; vermutlich brachten Römer und Griechen den nützlichen Schleicher auf ihren Schiffen mit, wo die Katzen den Proviant sicherten. Die Katze begann nun auch hier, ihren Wert als Mäuse- und Rattenfängerin unter Beweis zu stellen und ersetzte die bisher in den Bauernhäusern dafür zuständigen Wiesel. Ihr einnehmendes Wesen sorgte dafür, dass sie mit der Zeit nicht nur als Nutztier gehalten, sondern auch allein wegen ihrer Gesellschaft geschätzt und als niedliches Geschenk gehandelt wurde.

Auch bei der Besiedlung entfernter Länder - wie zum Beispiel den Kolonien in Amerika - waren Katzen mit dabei. Erst schützten sie auf den Schiffen die Nahrungsmittelvorräte, indem sie die Ratten jagten, dann später begleiteten sie die Siedlern mit an Land und sicherten deren Ernten. Auf diese Weise eroberten die domestizierten Katzen nach und nach alle Teile der Welt - allerdings gab es, bis auf Australien, bereits auf allen Kontinenten die wilden Vertreter ihrer Art.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts werden Katzen speziell nach Rassen gezüchtet. Die Merkmale der Tiere sind durch selektive Vermehrung immer weiter herausgearbeitet worden, so dass die Vertreterinnen der verschiedenen "Edelkatzen" nun stark unterschiedlich aussehen. Die zum Teil sehr teuren Rassekatzen teilen sich in Kurz- und Langhaar-Rassen auf, wobei es sogar haarlose Varianten gab. Wie auch bei Hunden, kommt es durch Überzüchtung bei einigen Katzen zu organischen Fehlfunktionen, z.B. Atembeschwerden bei den stupsnasigen Perser-Katzen. Hochburgen der Züchtung von Edelkatzen sind die USA und England.

Quelle: http://www.die-hauskatze.de



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Katzenrassen

Erste Hauskatzen in Ägypten

Obschon es auch ältere Hinweise gibt, nahm die Domestizierung der nubischen Falbkatze vermutlich 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung im landwirtschaftlich orientierten Ägypten und in Mesopotamien ihren Anfang.

Hier wurde die Katze nicht nur als die Vertilgerin von in den Kornkammern des Landes reichlich vorkommenden Mäusen verehrt und zum Apportieren von Flugwild genutzt, sondern erreichte um 1500 v.u.Z. einen religiösen Kultstatus- sie hatte mit der katzenköpfgen Göttin Bastet sogar eine Vertreterin im damaligen Pantheon.

Wer eine Katze tötete, konnte deswegen selber zum Tode verurteilt werden. Die Verehrung reichte so weit, dass Katzen nach ihrem Tode einbalsamiert und feierlich mit Grabbeigaben z.B. in Form von einbalsamierten Mäusen oder Milch bestattet wurden. Auch Pharaonen wurden Katzen mit ins Jenseits gegeben. 
Die Kehrseite dieser Verehrung bestand für die Katzen jedoch darin, dass sie speziell als Opfertiere gezüchtet und rituell getötet wurden.

Wandmalerien aus Ägypten zeigen eine Katze mit einem Halsband (Grabgemälde aus Sakkarah nach 2750 v.u.Z.) oder Katzen als die Verkörperungen von Gottheiten (Katzengöttin am Grab von Nachtamun um 1425 v.u.Z., siehe Bild). 

Die Geschichte der Hauskatze

Erst 500 v.u.Z. gelangte die Katze nach Griechenland, möglicherweise trotz des "Exportverbotes" aus Ägypten als Schädlingsbekämpfer eingeschmuggelt, und schließlich nach Italien, wo sie 400 Jahre später die bisher für die Schädlingsbekämpfung gehaltenen Frettchen im alten Rom verdrängt -nicht zuletzt, weil sie sich durch ihren Hang zur Reinlichkeit besser als Haustier eignete.

Im nördlichen Europa waren Katzen dagegen selten und kostbar - das änderte sich erst im 10. Jahrhundert n.u.Z; vermutlich brachten Römer und Griechen den nützlichen Schleicher auf ihren Schiffen mit, wo die Katzen den Proviant sicherten. Die Katze begann nun auch hier, ihren Wert als Mäuse- und Rattenfängerin unter Beweis zu stellen und ersetzte die bisher in den Bauernhäusern dafür zuständigen Wiesel. Ihr einnehmendes Wesen sorgte dafür, dass sie mit der Zeit nicht nur als Nutztier gehalten, sondern auch allein wegen ihrer Gesellschaft geschätzt und als niedliches Geschenk gehandelt wurde.

Auch bei der Besiedlung entfernter Länder - wie zum Beispiel den Kolonien in Amerika - waren Katzen mit dabei. Erst schützten sie auf den Schiffen die Nahrungsmittelvorräte, indem sie die Ratten jagten, dann später begleiteten sie die Siedlern mit an Land und sicherten deren Ernten. Auf diese Weise eroberten die domestizierten Katzen nach und nach alle Teile der Welt - allerdings gab es, bis auf Australien, bereits auf allen Kontinenten die wilden Vertreter ihrer Art.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts werden Katzen speziell nach Rassen gezüchtet. Die Merkmale der Tiere sind durch selektive Vermehrung immer weiter herausgearbeitet worden, so dass die Vertreterinnen der verschiedenen "Edelkatzen" nun stark unterschiedlich aussehen. Die zum Teil sehr teuren Rassekatzen teilen sich in Kurz- und Langhaar-Rassen auf, wobei es sogar haarlose Varianten gab. Wie auch bei Hunden, kommt es durch Überzüchtung bei einigen Katzen zu organischen Fehlfunktionen, z.B. Atembeschwerden bei den stupsnasigen Perser-Katzen. Hochburgen der Züchtung von Edelkatzen sind die USA und England.

Quelle: http://www.die-hauskatze.de