Hundehaltung als berufstätiger Single?!

Berufstätig, Single – und Hundehalter. Geht denn das? In den allermeisten Fällen ein ganz klarer Fall von „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!“ denn das eine muss das andere nicht zwangsläufig ausschließen.

single_und_hund_ratgeber_1200x628Begünstigend für die Umsetzung eines solchen Unterfangens - Hund, Single und Beruf – wirkt sich der Umstand aus, dass das Thema Hund in unserer heutigen Zeit einen ganz eigenen Markt darstellt und bedient.
Abgesehen von Futtersorten in allen Varianten und Preisklassen sowie Zubehör zum Hund allgemein im Angebot, haben auch Dienstleister den Markt erkannt und für sich erschlossen. Von der Hundetagesstätte über den GassiService bis hin zum Hundehotel.

In jedem Fall - und ist der Wunsch nach einem Hund noch so groß - sollte die Entscheidung „pro Hund“ im Leben nicht voreilig getroffen werden. Ein Hund hat ganz eigene Bedürfnisse, die es zu beachten und zu erfüllen gilt. Und auch, wenn die treuen Vierbeiner ausgesprochen anpassungsfähig sind, sollte die artgerechte Haltung und das Wohlergehen des Hundes im Vordergrund stehen. Ein Hund will nicht 8 Stunden und mehr am Tag alleine sein.

Welcher Hund eignet sich?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich, wenn der Rahmen stimmt und entsprechend von Ihnen angepasst wurde, jeder! Fragen Sie sich, warum Sie einen Hund halten wollen. Sind Sie sportlich ambitioniert? Oder wünschen Sie sich einen ruhigen Partner? Im Ratgeber von Pets Nature finden Sie eine Rasseübersicht, welche jeweils auch die Eigenschaften selbiger kurz beschreibt. Natürlich sind auch Hunde Individuen und die Eigenschaften sind zwar typisch, aber nicht verbindlich für eine Rasse.

Auch im Tierheim werden Sie Unterstützung finden, wenn es darum geht, den passenden vierbeinigen Weggefährten zu finden. Ebenso stehen Tierschutzvereine, mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, einen passenden Hund an geeignete Menschen zu vermitteln. Stellen Sie Fragen, legen Sie offen dar, was Sie dem Vierbeiner bieten können und wie sein Leben bei und mit Ihnen aussehen wird.

Wohin mit dem Hund, wenn ich arbeite?  

Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber kann durchaus sinnvoll sein. Manche Arbeitgeber entpuppen sich als Hundefreunde und lassen sich gerne darauf ein, einen Vierbeiner im Büro begrüßen zu dürfen.

Interessant: es gibt den Bundesverband Bürohund e.V., kurz BVBH, mit wissenswerten Themen/ Studien/ Anregungen zum Hund am Arbeitsplatz.

Wenn es nicht möglich ist den Hund mit zur Arbeit zu nehmen, haben Sie vielleicht im Freundes- oder Bekanntenkreis die Möglichkeit, den Hund dort zu „parken“? Vielleicht in einem Haushalt, indem es bereits schon einen oder mehrere Hunde gibt.
Auch gibt es Menschen, die Hunde mögen und aber keinen eigenen Vierbeiner haben möchten. In diesem Fall sind „Halbtagshunde“ oder auch Dog-Sharing eine gute Möglichkeit. Beobachten und ins Gespräch kommen lautet die Devise. Häufig liegt das Gute nicht in der Ferne sondern im näheren sozialen Umfeld.

Als weitere Möglichkeit bieten sich professionelle Hundetagesstätten oder Tierpensionen an. Suchen Sie im Internet, halten Sie Ausschau nach entsprechenden Rezensionen und machen Sie sich auch selber ein Bild von den Unternehmen. Viele Hundetagesstätten bieten auch „Schnupperbesuche“ an. Diese Art der Dienstleistung ist in der Regel aller Dings nicht ganz kostengünstig.

Und den Hund alleine lassen?

Den Hund alleine lassen, während man arbeiten geht? Hunde sollen sicherlich in der Lage sein, stundenweise alleine zu bleiben. Für erwachsene Hunde gilt hier die Faustregel von vier Stunden. Aber: dies muss mit dem Hund trainiert werden und geht üblicherweise nicht direkt von heute auf morgen problemlos. Bei einer gänzlich unbeaufsichtigten Regelmäßigkeit in dieser Zeitspanne ist die Möglichkeit durchaus gegeben, dass sich unerwünschtes Verhalten wie beispielsweise dauerhaftes Bellen einstellt. Dies kann nicht nur erboste Nachbarn zur Folge haben – es zeigt auch deutlich, dass der Hund sich allein nicht wohlfühlt.

Ebenfalls denkbar ist, dass der Vierbeiner einmal erkrankt – Magen-Darm Epidemien ziehen jedes Jahr durch die Städte. Spätestens dann gehört der Hund unter Aufsicht und hat Begleitung schlichtweg verdient! Der Hund ist ein Rudeltier und fühlt sich am Wohlsten in Gesellschaft seiner Zweibeiner oder anderer Hunde. Alleinsein ist in seinem tiefsten Innern wider seiner Natur.

Feierabend

Der wohlverdiente Feierabend gehört dann Ihnen und Ihrem vierbeinigen Weggefährten. Tägliche Gassigänge bei Wind und Wetter sind nicht nur gut fürs Gemüt, sie stärken auch das Immunsystem. Sport mit dem Hund kann nach Dienstschluss ein wunderbarer Ausgleich zum Büroalltag sein.

Es lohnt sich, ein wenig mehr Aufwand zu betreiben um das Leben mit Hund zu genießen!

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© Diana Düpmann 2017