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Verreisen mit Hund

Sonne, Strand und Meer – Ferien sind für jeden die schönste Zeit im Jahr. Damit das auch für unsere vierbeinigen Begleiter gilt, sollte der menschliche Reiseleiter einige Punkte beachten. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengestellt.

urlaubmithundenWohin geht die Reise?

Bevor man mit den Reisevorbereitungen beginnt, braucht man natürlich erst einmal ein Reiseziel. Bleibt man im Heimatland oder soll es ins Ausland gehen? Soll es ans Meer gehen oder in die Berge? Reisen Sie im Auto, fahren Sie mit dem Zug oder planen Sie eine Flugreise? Übernachten Sie im Zelt oder im Hotel? Je nachdem, wie Sie diese Fragen beantworten, müssen Sie verschiedene Dinge beachten.

Urlaub mit Hund im Ausland

Wenn man sich entscheidet, mit seinem Hund ins Ausland zu reisen, muss man sich mit den Einreisebestimmungen des Ziel-Landes beschäftigen. Wenn Ihre Reiseroute durch mehrere Länder führt, müssen Sie auch die Einreisebestimmungen für die „Durchreiseländer“ erfüllen. Folgende Punkte müssen unbedingt eingehalten werden:

  • Der Hund benötigt einen korrekt ausgefüllten blauen EU-Heimtierausweis.
  • Der Hund muss einen gültigen Tollwutschutz aufweisen, Welpen müssen hierfür mindestens 15 Wochen alt sein.
  • Der Hund muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein.


Sollte einer dieser Punkte für Ihren Hund nicht zutreffen, ist ein Besuch bei Ihrem Tierarzt erforderlich. Dieser kann Ihnen, wenn nötig, den EU-Heimtierausweis ausstellen, die Impfung auffrischen oder Ihrem Hund den Mikrochip implantieren. Achten Sie auf gültigen Impfschutz – auch, wenn Sie „nur kurz“ in ein angrenzendes Nachbarland reisen wollen. Innerhalb der Europäischen Union ist das Reisen mit Hund recht unkompliziert, allerdings hat jedes Land andere Gesetze und Bestimmungen, was die Einreise von Tieren angeht. Einen Überblick über die verschiedenen Einreisebestimmungen finden Sie bei pets on tour.

Wichtig: Denken Sie auch an die Wiedereinreise in ihr Heimatland! Auch hier müssen die Einreisebestimmungen erfüllt sein.

Mit dem „Listenhund“ ins Ausland

Ein Hund ist nicht gefährlich, nur weil er einer bestimmten Rasse angehört – das hat sich mittlerweile gut herumgesprochen. Trotzdem ist als Halter einiger Rassen bei der Wahl des Urlaubslandes besondere Vorsicht geboten. Die Einfuhr von bestimmten Hunderassen oder deren Mischlingen ist in einigen Ländern verboten und wird als Straftat geahndet. Im schlimmsten Fall wird der betreffende Hund eingezogen und kann getötet werden.

Teilweise ist zwar die Einreise dieser Rassen erlaubt, jedoch mit speziellen Auflagen oder Empfehlungen verbunden. So sollten beispielsweise Deutsche Doggen, Staffordshire Bullterrier und Dobermänner in Frankreich Maulkörbe tragen und von volljährigen Menschen geführt werden. In Italien sind Maulkorb und Leine mitzuführen, auch muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen sein; dies gilt allerdings für alle Hunde unabhängig von Rasse oder Erscheinungstyp.

Besonders aufmerksam sollten Sie planen, wenn Sie Ihren Urlaub in Dänemark verbringen wollen. Dieses Land ist unter Hundehaltern immer wieder in der Diskussion. Aktuell sind dreizehn Hunderassen und deren Mischlinge verboten, daher wird empfohlen entsprechende Dokumente mit zu führen, die die Rasse des eigenen Hundes bestätigen. Auch der Anschaffungszeitpunkt spielt in Dänemark eine Rolle und sollte dokumentiert sein, da es eine Übergangsregelung für Hunde betroffener Rassen gibt. Diese betrifft Hunde, die vor dem 17. März 2010 angeschafft wurden. Diese Hunde müssen überall an einer maximal zwei Meter langen Leine geführt werden, zusätzlich ist ein geschlossener Maulkorb zu tragen.

Erkundigen Sie sich vor der Einreise am besten direkt im jeweiligen Urlaubsland, welche Gesetze Sie mit Ihrem Hund einhalten müssen.

Die Reise an sich

Sie haben beschlossen, in welches Land Sie verreisen wollen. Jetzt stellt sich die Frage, wie Sie mit Ihrem Hund an das gewünschte Ziel gelangen. Die meisten Menschen mit Hund reisen entweder im Auto oder mit dem Zug, Flugreisen sind eher selten. Dies liegt oft daran, dass Hunde nicht mit in der Passagierkabine reisen dürfen sondern im Gepäckbereich untergebracht werden.

Die Reise mit dem Auto ist sicherlich für die meisten Hundehalter die einfachste. Die meisten Hunde kennen das Autofahren und fühlen sich dort auch sehr wohl, weil sie die Kiste mit Rädern drunter mit Action und Abenteuern verbinden. Wenn der Hund mit im Auto sitzt, muss er gut gesichert sein. In Deutschland ist dies Pflicht und in § 22 StVo geregelt. Die Nichteinhaltung kann mit einem Bußgeld mit bis zu 75 Euro und einem Punkt in der Kartei des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg geahndet werden.

Für den Hundetransport im Auto gibt es sehr gut geeignete Gurtsysteme oder Trenngitter im Fachhandel. Lassen Sie sich beraten und testen sie mögliche Systeme, bevor sie die Urlaubsreise antreten! Lange bewährt haben sich Transportboxen für die Rückbank oder den Kofferraum. Die Auswahl reicht von der einfachen Box aus Kunststoff bis hin zu maßgefertigten Lösungen für den Innenraum des Fahrzeugs. Denken Sie auch daran, die Hundebox an sich im Auto entsprechend zu sichern! Einige Modelle lassen sich mit den Sicherheitsgurten anschnallen, andere sollten mit Spanngurten gesichert werden.

Besonders jüngere Hunde neigen zu Reiseübelkeit. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, damit er Ihnen gegebenenfalls geeignete Medikamente verschreiben kann. Auch kann die Fütterung vor der Fahrt angepasst werden, damit der Magen des Vierbeiners nicht übermäßig belastet wird. Wie Sie hier vorgehen sollten, hängt stark von Ihrem Hund ab – manche reisen besser nüchtern, andere benötigen zumindest eine kleine Portion im Magen, um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen. Auch hier lohnt sich der eine oder andere Test, bevor es endlich in den lang ersehnten Urlaub geht.

Machen Sie regelmäßig Pausen, damit sich alle Mitreisenden zwischendurch ausstrecken können. Das gilt natürlich auch für den Hund! Bieten Sie ihm Wasser an und sorgen Sie dafür, dass er die Möglichkeit hat, sich zu lösen – eben die klassische Pinkelpause.

Wichtig:

  • Leinen Sie Ihren Hund auf Parkplätzen und Raststätten unbedingt an und beseitigen Sie den Hundekot!
  • Legen Sie längere Fahrten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden.
  • Lassen Sie Ihren Hund bei warmen Temperaturen NIE im Auto!
  • Wenn Sie größere Höhenunterschiede auf der Reiseroute haben, bieten Sie Ihrem Hund etwas zum Kauen an, das vermindert den Druck in den Ohren.
  • Sie wollen eine Fähre nutzen? Erkundigen Sie sich vorher, ob Hunde erlaubt sind.

Die Zugfahrt mit Hund

Auch die Fahrt mit der Bahn ist eine Möglichkeit, an den gewünschten Urlaubsort zu gelangen. Wenn Sie Ihren Hund im Zug mitnehmen möchten, erkundigen Sie sich am besten im Vorfeld schon über Umsteigemöglichkeiten, Anschlusszeiten und so weiter. Hilfreich für die Reiseplanung ist die Webseite der Deutschen Bahn, wo Sie auch aktuelle Hinweise und Bestimmungen zur Mitnahme Ihres Vierbeiners finden.

Kleine Hunde können in Transportboxen kostenlos mitgenommen werden. Dabei muss die Box allerdings unter den Sitz beziehungsweise in das Handgepäckfach passen. Nicht jeder Hund findet allerdings Gefallen daran, auf der Gepäckablage zu reisen.

Größere Hunde zahlen in der Regel den halben Fahrpreis für einen Menschen in der zweiten Klasse. Der Hund muss angeleint sein und einen Maulkorb tragen, um Mitreisende nicht zu gefährden. Im Zug kann es schon mal eng werden – nicht jeder Hund bleibt im Gedränge entspannt.

Blindenhunde bilden eine Ausnahme: Sie reisen kostenfrei und benötigen keinen Maulkorb.

Nur Fliegen ist schöner…

Manche Reiseziele lassen sich nur mit dem Flugzeug erreichen. Wer schon einmal geflogen ist, weiß, dass das Raumangebot in so einem Flugzeug recht begrenzt ist. Daher dürfen je nach Fluggesellschaft auch nur Tiere bis zu einem Gewicht von maximal 8 Kilogramm inklusive Transportbox in der Passagierkabine transportiert werden. Jedes größere Tier reist im Frachtraum mit, wofür eine entsprechende Flugbox benötigt wird. Diese gibt es entweder im Fachhandel zu kaufen oder sie kann von der Fluggesellschaft bezogen werden. Achten Sie auf die richtige Größe – Ihr Hund sollte bequem stehen, sitzen und liegen können. Ideal ist es, wenn Ihr Hund vor der Reise die Möglichkeit hat, sich an die Box zu gewöhnen.

Tipps für die Transportbox:

  • Kennzeichnen Sie deutlich, dass ein lebendes Tier in der Box ist.
  • Kennzeichnen Sie, wo bei der Transportbox oben ist.
  • Kleben Sie eine Klarsichthülle mit Kopien aller Reisedokumente des Hundes an die Transportbox.
  • Füllen Sie den in der Box befestigten Wassernapf mit Eiswürfeln. So kann während des Transportes der Box ins Flugzeug hinein kein Wasser aus dem Napf laufen.
  • Kleben Sie eine saugfähige Unterlage in die Box, um eventuell Urin oder Erbrochenes aufsaugen zu können.


Außerdem können Sie eine kleine persönliche Notiz auf der Box anbringen, um die Beziehung zum Flughafenpersonal zu verstärken. Oft wird dann etwas sanfter mit der Transportbox umgegangen. Die Nachricht könnte beispielsweise lauten: „Hello, my name is Bello. I’m a little scared, please take good care of me“.

Der Flug selbst sollte nach Möglichkeit ein Direktflug sein und unter der Woche stattfinden, dann sind Flugzeuge meist weniger überbucht. Für Reisen, die länger als 24 Stunden dauern, sollten Sie nach Möglichkeit etwas Trockenfutter mit der Transportbox zusammen abgeben, damit das Flugpersonal Ihren Hund füttern kann.

Am Ziel angekommen sollten Sie Ihren Hund direkt nach der Landung abholen. Es ist empfehlenswert, die Dokumente mitzuführen, die als Kopie an der Transportbox befestigt sind. Ebenfalls kann ein Foto von Ihnen gemeinsam mit Ihrem Hund hilfreich sein.

Endlich am Ziel!

Am Ziel angekommen will sich Ihr Vierbeiner sicherlich erstmal mit dem neuen Umfeld vertraut machen. Vermeiden Sie dabei jedoch Kontakt zu einheimischen Artgenossen, besonders zu herrenlosen Hunden. Auch öffentliche Wassernäpfe sollten tabu sein, Ihr Hund könnte sich über das Wasser mit Krankheiten anstecken. Nehmen Sie lieber eine eigene Wasserflasche und einen Napf mit, so sind sie unabhängig und können Ihrem Vierbeiner jederzeit frisches, sauberes Wasser anbieten. Achten Sie am Strand darauf, dass Ihr Hund kein Salzwasser trinkt. Dies kann zu Durchfall und Erbrechen führen. Sollte Ihr Hund eine Badenixe sein und im Meer getobt haben, duschen Sie ihn anschließend mit Süßwasser ab.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub!

Weitere Informationen zum Thema Leben mit Hunden finden Sie auf unserer Facebook-Seite.

© Tanja Eschkotte, April 2017

Quellen:
Bussgeld.info
Inside Bahn
Lufthansa
sowie die im Text verlinkten Webseiten