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Wenn die Katze stirbt – Abschied nehmen, Trauer und Bestattung

Wenn unsere geliebte Katze stirbt, ist das ein einschneidendes Ereignis. Schließlich sind unsere Samtpfoten enge Familienmitglieder, sind uns Seelenpartner und Vertraute, die uns manchmal näherstehen als mancher menschlicher Bekannte. Entsprechend schmerzhaft ist es, wenn sie durch ihren Tod aus unserem Leben scheiden. Denn in der Regel werden Katzen durchschnittlich nur 15 Jahre alt, wir leben also deutlich länger als sie.

abschiednehmenDer Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabuthema, über das viele nicht sprechen können oder wollen. Vielen fällt auch schwer, mit der Trauer eines Mitmenschen angemessen umzugehen. Dazu kommt noch, dass Nicht-Tiermenschen oftmals die Trauer eines Tierfreundes so gar nicht nachvollziehen können. Aus diesen Gründen ist es hilfreich, sich mit anderen Katzenfreunden auszutauschen und sich – soweit möglich – auf den Tod und den Abschied von seiner Katze vorzubereiten. Das geht natürlich nur, wenn dem Abschied eine längere Krankheit vorrausgeht oder die Fellnase schon alt und gebrechlich wird. Doch auch eine junge und scheinbar gesunde Katze kann plötzlich schwer krank werden und bei Freigängern besteht immer das Risiko, dass diese einen tödlichen Unfall haben.

Mehr zu den Besonderheiten von Alter und Krankheit bei Katzen finden Sie in unserem Artikel über Seniorkatzen.

Die vier Phasen der Trauer

Irgendwann ist er da, der gefürchtete Tag X. Gleich, ob wir versucht haben, uns geistig und seelisch auf den Abschied vorzubereiten oder ob die Mieze unerwartet aus dem Leben gerissen wird – der Tod ist immer ein Schock. Denn bis zuletzt hofft man, dass die Katze wieder gesund wird oder zu den wenigen gehört, die steinalt werden. Und bei Freigängern hofft man jeden Tag, dass sie am Abend heil nach Hause kommt.

Plötzlich ist dann der Augenblick gekommen, an dem Ihnen klar wird, dass Sie nie mehr das vertraute Schnurren Ihrer Katze hören werden. Dass Sie nie mehr spüren werden, wie sie sich vertrauensvoll an Sie schmiegt und dass Sie nie mehr sehen werden, wie sie voller Lebensfreude einem Spielzeug hinterher springt. Sie fühlen sich wie gelähmt. Die Welt um Sie herum scheint still zu stehen. Diese Schockphase kann unterschiedlich lange andauern. Irgendwann jedoch löst sich die Starre und es stürzen unzählige Emotionen und Erinnerungen auf Sie ein. Sie werden überwältigt von Wut und Verzweiflung. „Warum so früh?“ fragen Sie sich, „warum so unerwartet?“ Warum gerade meine Katze? Vielleicht werden Sie von Schuldgefühlen geplagt oder Sie suchen die Schuld bei jemand anderem.

In der dritten Phase erinnern Sie sich ganz intensiv an bestimmte Ereignisse, tagtägliche Routinen und besondere Wesenszüge Ihrer geliebten Samtpfote. Möglicherweise ziehen Sie sich sogar ein wenig zurück, um ungestört Zwiesprache mit ihr halten zu können. Nie wieder werden Sie ein anderes Tier so sehr lieben können wie dieses, davon sind Sie überzeugt.

In der letzten Trauerphase schließlich nehmen Sie den Verlust an und schließen Frieden mit dem Schicksal. Sie werden diese Katze niemals vergessen, das ist klar. Der Tod beendet das Leben, aber die Beziehung, die Sie zu Ihrer Katze hatten, bleibt bestehen. Sie lebt in Ihrem Herzen und in Ihren Gedanken weiter, bleiben für immer unvergessen.

Diese besondere Beziehung bleibt auch dann bestehen, wenn anderen Katzen in Ihr Herz und Ihr Heim kommen. Und weil das so ist, wünschen sich viele Menschen einen Ort, an dem sie um die Katze trauern können. An dem man den Liebling würdig bestatten und ihm das letzte Geleit geben kann.

Möglichkeiten der Tierbestattung

Falls Ihre Mieze vom Tierarzt erlöst wurde, wird er Sie fragen, ob Sie Ihre tote Katze mitnehmen wollen oder ob er sie entsorgen soll. Entsorgung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Tierkörper in einem Verarbeitungsbetrieb – früher hießen sie Tierkörperbeseitigungsanstalt – verbrannt wird. Diese pragmatische Lösung ist mit circa 20 bis 30 Euro recht preiswert.

Sie dürfen Ihre Katze (außer im Bundesland Bremen) auch im eigenen Garten beerdigen, sofern Sie nicht in einem Wasser- oder Naturschutzgebiet wohnen. Das Grab muss ein bis zwei Meter von öffentlichen Wegen entfernt und von mindestens 50 cm Erde bedeckt sein. Diese Vorgabe ist zum Schutz gedacht, damit Wildtiere sie nicht wieder ausbuddeln und eventuelle Medikamentenrückstände aufnehmen. Das Tier muss in etwas leicht Verrottbarem eingewickelt werden, also eine Wolldecke, Handtücher oder Zeitungspapier. Auch ein Pappkarton ist möglich. Bitte verwenden Sie keine Plastiktüten oder Decken aus Acryl, da Plastik nur sehr langsam verrottet.

Gesetzeswidrig ist es hingegen, eine Katze im Wald oder an einem anderen öffentlichen Platz zu vergraben. Das stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 15.000 Euro Strafe geahndet werden kann. Gleichermaßen verboten ist es, die Katze über den Hausmüll oder die Biotonne zu entsorgen.

Es gibt mittlerweile viele Tierkrematorien, in denen man die Katze einzeln oder gemeinsam mit anderen einäschern lassen kann. Auch arbeiten mittlerweile viele Tierarztpraxen mit den Krematorien zusammen und kümmern sich für Sie um alle Punkte bezüglich der Kremierung Ihrer verstorbenen Katze. Es gibt mittlerweile schöne Schmuckurnen, in denen man die Asche beisetzen oder aufbewahren kann. Für die Beerdigung von Tierasche gelten die gleichen Gesetze wie für eine Bestattung des toten Tiers. Sie können die Asche aber auch nach Hause mitnehmen oder in der Natur verstreuen. Für Tierfreunde, die ihre verstorbene Samtpfote immer bei sich tragen möchten, gibt es hübsche Schmuckstücke, die mit ein wenig Asche befüllt werden können.

Manche Krematorien bieten einen Rundumservice an, der von der Abholung des toten Tieres beim Tierarzt oder bei Ihnen zuhause über die Einäscherung bis zur Versendung der Asche in einer Urne per Paket an den Halter reicht. Die Preise für eine Einäscherung sind je nach Gewicht der Katze und den gewählten Sonderwünschen sehr unterschiedlich. Bei einer Sammeleinäscherung und Beisetzung im Sammelgrab beginnt es mit knapp über 100 Euro und kann, je nach Leistungsauswahl, bis zu 500 Euro kosten.

Wer seine Katze nicht einäschern lassen will, für den gibt es die Möglichkeit der Bestattung auf einem Tierfriedhof. Davon gibt es mittlerweile so viele, dass sich bestimmt auch einer in Ihrer Nähe findet. Hier gibt es die Wahl zwischen Einzel- oder Sammelgräbern. Die Grabmiete für ein Einzelgrab kostet für drei bis fünf Jahre ab 300 Euro; Sammelgräber sind günstiger. Für die Beerdigung kommt noch einmal ein dreistelliger Kostenbetrag auf Sie zu. Auch die anschließende Grabpflege kann mit einem ein- bis zweistelligen Eurobetrag monatlich zu Buche schlagen.

Falls die Kosten für Sie keine Rolle spielen, dann können Sie Ihren Liebling von einem Tierpräparator aufbereiten lassen, sofern dies Ihrem Geschmack entspricht. Die edelste und gleichzeitig teuerste Bestattungsform ist die Diamant- oder Edelsteinbestattung. Bei der Edelsteinbestattung wird aus der Asche der Katze ein Saphir oder Rubin hergestellt, bei der Diamantbestattung – wie der Name bereits sagt – ein Diamant. Hier müssen Sie mit Beträgen ab 2.000 Euro rechnen. Auf Wunsch kann dieser Edelstein oder Diamant noch in ein Schmuckstück gefasst werden. Da jedoch nur ein kleiner Teil der Asche hierfür verwendet wird, fallen die oben aufgeführten Bestattungskosten zusätzlich an.

Das Gedenken

Gleich, für welche Lösung Sie sich entscheiden – Ihre Trauer ist keine Frage des Geldbeutels. Sie ist genauso tief reichend und schmerzhaft, auch wenn Sie sich für eine der preiswerteren Lösungen entscheiden. Auch die Erinnerung an Ihre geliebte Samtpfote hat nichts mit dem Betrag zu tun, den Sie für die Bestattung ausgeben.

Es gibt darüber hinaus vielerlei Möglichkeiten, die eigene Trauer über den Verlust mit anderen zu teilen. So finden Sie im Internet einen virtuellen Tierfriedhof, auch virtuelle Tiergedenkstätte genannt, wo Sie kostenlos eine Traueranzeige aufgeben und eine Trauerkarte verschicken können. Auf Facebook gibt es unzählige Gruppen für Katzenliebhaber, in denen die Mitglieder nicht zuletzt posten, wenn ihr Liebling „über die Regenbogenbrücke“ gegangen ist.

Vielleicht wollen Sie sich jedoch nur für sich erinnern und richten sich eine Gedenkecke ein mit Ihren Lieblingsfotos, einem Lieblingsspielzeug Ihrer Mieze und anderen Erinnerungsstücken.

Auch wenn andere Menschen Ihre Trauer nicht verstehen sollten - für uns Katzenfreunde ist die Liebe, die wir zu unseren Samtpfoten empfinden, ähnlich tief, wie zu einem Kind. Wir tragen die Verantwortung, wir ernähren und verwöhnen sie, wir kümmern uns um ihr Wohlergehen und ihre Gesundheit. Für uns sind unsere Katzen gleichwertige Lebewesen und nicht nur „bloß ein Tier“.

Wenn Sie Ihr Leben mit mehreren Katzen teilen, ist es gut, wenn die verbleibenden Katzen ebenfalls die Möglichkeit bekommen, sich vom verstorbenen Freund und Mitbewohner zu verabschieden. Gleich, wie Sie trauern – was sich für Sie richtig anfühlt, das ist es auch.

Abschied und Neubeginn

Manche Katzenfreunde wünschen sich möglichst rasch einen vierbeinigen Nachfolger für das verstorbene Tier, um den Verlust leichter zu verschmerzen. Für andere ist es unvorstellbar, nach dem Abschied von der geliebten Mieze bald oder überhaupt jemals wieder einer weiteren Katze Raum in ihrem Heim und Herzen zu geben. Der verlorene Liebling bleibt unersetzlich.

Andererseits – es gibt so viele herrenlose Katzen, die Tierheime sind voll davon. Vielleicht hilft es Ihnen, Ihre Trauer zu überwinden, wenn Sie den Tieren dort Liebe und Fürsorge schenken. Und irgendwann ist unter den Schützlingen bestimmt eine Samtpfote, die Ihr Herz erreicht und eine neue, zarte Liebe erweckt. Wir haben ein großes Herz, darin ist Platz für mehr als eine Mieze. Einer neuen Katze ein Zuhause zu gewähren bedeutet nicht, ihre Vorgängerin zu vergessen!

Und wäre es nicht egoistisch, einem dieser Tiere ein liebevolles Zuhause zu verwehren, nur weil man sich selbst den Abschiedsschmerz ersparen will? Bedenken Sie – alles, was Sie einer Katze geben, bekommen Sie tausendfach zurück! Die Summe der schönen Stunden überwiegen die Stunden der Trauer um ein zig-faches.

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